Sebastian Vettel hat nur noch 14 Zähler Rückstand auf die WM-Spitze

Formel 1 2010

— 10.10.2010

Vettel: "Ein schöner Sonntag"

Mit seinem Japan-Sieg spülte sich Vettel wieder mitten in den WM-Kampf hinein, doch Suzuka war auch ein "einfaches Pflaster" für Red Bull

In der Formel 1 hat man sonst nicht die Gelegenheit, Pole-Position und Rennsieg an einem Tag einzufahren. Sebastian Vettel glückte dies in Suzuka, nachdem das Qualifying vom Samstag regenbedingt auf den Samstagmorgen verlegt wurde. Im Rennen führte er vom Start weg, ließ nie wirklich etwas anbrennen und hielt auch Teamkollege Mark Webber immer in Schach.

"Nach dem Safety-Car habe ich immer versucht, den Abstand konstant zu halten. Man weiß nie genau, wie lange der erste Stint wirklich geht. Von daher fährt man bei den Reifen etwas ins Ungewisse und versucht sich das ganze einzuteilen. Als wir aber an die Box sind, war ungefähr der richtige Moment, weil die hinteren Reifen haben begonnen abzubauen", so Vettel nach dem Rennen.

"Danach haben wir uns am McLaren (von Jenson Button; Anm. d. Red.) etwas festgefahren, kamen nicht vorbei. Es hatte zu diesem Zeitpunkt keinen großen Sinn zu pushen. Danach konnten wir beide wieder angreifen und immer wenn Mark etwas näher, habe ich wieder etwas mehr Gas gegeben. Ich habe versucht, es so gut es ging zu kontrollieren", fuhr er fort.

Erste Siegwiederholung für Vettel

Der WM-Kampf ist so weiterhin weit offen, sieben Punkte konnte Vettel auf Webber aufholen und liegt nun punktgleich mit Fernando Alonso auf Rang drei. "Es war ein gelungener Sonntag und auch etwas Besonderes, Quali und Rennen an einem Tag zu haben und beides für sich zu entscheiden", erklärte er bei 'RTL'. "Es ist das zweite Mal, dass ich auf der Strecke hier gewonnen habe. Sie scheint mir und dem Auto wohl gut zu liegen. Gerade gegen Ende des Rennens, wenn weniger Sprit im Auto ist, macht es Spaß, hier den Berg hochzufliegen."

Das Kontrollieren an der Spitze war aber nicht immer ein Ausruhen. "Drei Runden vor Schluss habe ich noch einmal versucht, etwas Gas zu geben. Danach hab ich den Motor runtergeschraubt und auch Gas rausgenommen", fuhr er fort. Doch Webber versuchte den Druck immer aufrecht zu erhalten. "Er hat natürlich noch versucht, gegen Ende näher zu kommen. Aber dann kam die Zielflagge raus und das Thema war erledigt."

"Überholen ist eh nicht ganz einfach, und immer, wenn er mir zu nah kam, konnte ich gut reagieren. Gegen Mitte des Rennens war es schwer, denn wir hingen hinter Jenson fest. Da hätten wir es gar nicht probieren brauchen, denn die sind auf der Geraden zu schnell, da kommen wir nicht vorbei", führt er aus.

Die Unbekannte Südkorea

Der war so etwas wie das Pflichtprogramm für Red Bull. "Diese Strecke hier ist maßgeschneidert für uns. Das kam uns entgegen", so Vettel. "Beim nächsten Rennen wird es schwerer. Das ist eine Strecke, die keiner wirklich kennt. Es gibt viele Geraden, die uns ja nicht so liegen. Dafür gibt es auch viele Kurven."

"Vergangene Woche war ich im Simulator. Es ist schwer, weil man gar keine Referenz hat", erklärte er bezüglich Südkorea. "Man hat die Daten vom Architekten, wie die Strecke aussehen sollte. Aber gerade was den Grip und den Asphalt geht, da weiß man gar nicht, wie das sein wird. Die Strecke macht aber Spaß, sie geht rauf und runter. Aber es gibt auch eine Gerade, da kann mein ein, zwei Bier trinken. Es gibt drei Geraden, Renault ist da ein bisschen Geheimfavorit, weil die mit ihrem F-Schacht-System auf der Geraden sehr schnell sind."

Eine Rückkehr nach Europa gibt es nach dem Sieg in Japan nicht. "Ich bleibe in der Zeit hier und mache etwas Urlaub. Wobei Urlaub relativ ist", so Vettel. "Ich versuche mich fit zu halten. Das nächste Rennen ist in zwei Wochen in der gleichen Zeitzone, da macht es keinen Sinn zurückzufliegen."

Fotoquelle: xpb.cc

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