Christian Horner weiß, dass trotz der Erfolgswelle nichts garantiert ist

Formel 1 2010

— 11.10.2010

Horner und die Welle des Erfolges

Die Vorgabe bei Red Bull ist klar: Freie Fahrt bis zum Saisonende und im Idealfall ein WM-Schlusskampf zwischen Sebastian Vettel und Mark Webber

Frage: "Gibt es ein positives psychologisches Element bei einem Doppelsieg und einer Doppelpole an nur einem Tag?"
Christian Horner: "In der jetzigen Phase der Weltmeisterschaft gibt es in beiden Wertungen noch viele Punkte zu holen. Aber fr das Team ist es ein groartiges Ergebnis. Wir haben hart gearbeitet, damit wir jetzt in dieser Situation sind."

Frage: "Hattet ihr vor dem Rennen Sorgen, weil Jenson Button mit harten Reifen startete und damit etwas unberechenbarer war?"
Horner: "Wir hatten schon die Sorge, dass wir hinter ihm rauskommen und er dann alle aufhlt, um Lewis Hamilton zu helfen. Es sah dann aber so aus, als ob Lewis Probleme mit dem dritten Gang hatte. Zu einem Zeitpunkt htten wir im McLaren-Sandwich stecken knnen. Dann haben sie die Strategie aber wohl aufgegeben. Es sah etwas nach einem Opferlamm aus."

Frage: "Bei euch luft es dafr umso besser. Wie ist die Arbeitsweise im Team?"
Horner: "Beide Fahrer arbeiten derzeit fantastisch, sind dabei transparent und offen. Sie kmpfen aber natrlich beide um den grten Erfolg im Motorsport. Das bringt natrlich zustzlichen Druck mit sich. Aber als Team versuchen wir, beide Fahrer in gleicher Weise zu untersttzen. Beide haben noch Chancen. Mark hat seine Fhrung ausgebaut, Sebastian ist wieder im Kampf dabei."

Traumszenarien und Konstanz

Frage: "Aber es gab doch schon interne Reibereien in diesem Jahr."
Horner: "Wir hatten in diesem Jahr unsere Herausforderungen und ein paar letzte Hrden gilt es noch zu berwinden. Aber das ist unser siebter Saisonsieg und unser dritter Doppelsieg. Bisher ist das ein fantastisches Jahr fr uns und wir wollen es auf einer Welle des Erfolges abschlieen."

Frage: "Sebastian hatte die vergangenen Rennen nicht immer eine leichte Zeit."
Horner: "Die Charakterstrke von Sebastian ist sein Vertrauen in sich selbst. Ich glaube nicht, dass er fr einen Moment daran gezweifelt hat, dass er im Meisterschaftsrennen bleibt. Er hat in der besten Weise darauf geantwortet. Wir knnen uns glcklich schtzen, zwei solche entschlossenen Fahrer auf diesem Niveau zu haben. Das bringt von Zeit zu Zeit Probleme mit sich, aber das sind Luxusprobleme. Die Leistungen der beiden erfreuen mich. Ich hoffe, sie knnen sie auch die kommenden drei Rennen so erhalten."

Frage: "Im Laufe der ersten Saisonhlfte war es Mark, der die Fhrung holte. Gab es ein Geheimnis, wie Sebastian da wieder zurckgefunden hat?"
Horner: "Sebastian hatte sicher eine weniger entspannende Sommerpause als Mark. Aber in den vergangenen Rennen in Monza, Singapur und auch hier fuhr er extrem stark. Er hatte da einen kleinen Lauf, der ihn wieder zurckbrachte. Mark fuhr auch Podestpltze in Reihe ein. Bei allen Titelkandidaten wird um die Konstanz gehen."

Frage: "Wird es gegen Saisonende einfacher oder schwieriger?"
Horner: "Das ertrumte Szenario wre ja, dass beide einen so groen Abstand herausfahren, dass es nur auf der Strecke zwischen ihnen entschieden wird. Aber so sind drei weitere Fahrer mit dabei in diesem Kampf und die darf man nicht abschreiben."

Fragezeichen hinter Sdkorea

Frage: "Wie sehr kommen euch die nchsten Strecken entgegen?"
Horner: "Wir waren im Vorjahr in Brasilien und Abu Dhabi konkurrenzfhig. Wir sehen aber natrlich nichts als gegeben an. Und Sdkorea ist ohnehin fr alle neu. Dort werden wir aber etwas schwcher sein, denn die Strecke hat mit die lngsten Geraden im Kalender. Es gibt aber auch sehr enge Bereiche, die fast an Ungarn erinnern. Wir knnen also dennoch konkurrenzfhig sein."

Frage: "Es gibt wieder Diskussionen um eure Frontflgel. Verstehst du die Kritik noch?"
Horner: "Der Test ist so, als ob man auf beide Seiten des Frontflgels jemanden mit dem Gewicht von Ross Brawn (Mercedes-Teamchef; Anm. d. Red.) stellen wrde, um den Test zu bestehen. Und unser Auto besteht diesen Test und entspricht den Regeln."

Fotoquelle: xpb.cc

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