Virgin-Pilot Timo Glock schaffte in Suzuka sein bestes Saisonresultat

Formel 1 2010

— 11.10.2010

Lowdon: "Platz elf in Südkorea ist das Ziel"

Virgin-Teammanager Graeme Lowdon spricht die Situation im Kampf um Gesamtrang zehn an - Ausfälle weiter vorne werden das Duell mit Lotus entscheiden

Neben dem spannenden WM-Kampf spielt sich auch am Ende des Feldes ein hartes Match ab. Die beiden Neueinsteiger Virgin und Lotus duellieren sich um Platz zehn in der Konstrukteurswertung. Neben der Ehre geht es auch um eine Menge Geld. Da beide Autos praktisch nicht in der Lage sind, aus eigener Kraft in die Punkte zu fahren, sind sie von Ausfällen der etablierten Teams abhängig.

So war lange Zeit Lotus-Pilot Heikki Kovalainen mit seinem 13. Platz aus Melbourne der bestplatzierte Pilot, der den Grünen den wichtigen zehnten Platz sicherte. Virgin hat dagegen jeweils einen 14. Rang von Lucas di Grassi (Sepang) und Timo Glock (Suzuka) zu Buche stehen. Durch die zahlreichen Ausfälle beim Start in Japan konnte Lotus eine goldene Gelegenheit ergreifen. Kovalainen wurde Zwölfter und Jarno Trulli 13. Somit muss Virgin auf mehrere Ausfälle hoffen und gleichzeitig den Hauptkonkurrenten schlagen, um noch eine Chance auf Gesamtrang zehn zu haben.

Virgin-Teammanager Graeme Lowdon meint zu dieser schwierigen Situation: "Bei diesem Punktesystem wird keines der neuen Teams Punkte holen, also kommt es nur darauf an, wie viele Autos vor einem ausfallen. Wir waren beim letzten Rennen das beste neue Team, aber vor uns ist kaum jemand ausgefallen. Dieses Wochenende sind viele ausgeschieden, was Lotus natürlich mit einem besseren Ergebnis hilft. Das hängt am Zufall, aber andererseits waren sie sehr solide und sie haben beide Autos ins Ziel gebracht. Wir werden es einfach in Südkorea wieder probieren."

Lowdon ist sich sicher, dass Virgin noch bester Neueinsteiger werden kann. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir in den verbleibenden Rennen vor Lotus bleiben können. Wir haben sie in Singapur geschlagen und ich würde sogar sagen, dass unser Renntempo während der vergangenen drei, vier Rennen stets besser war.

"Das gilt auch für die Zuverlässigkeit. Also bin ich optimistisch, dass wir vor Lotus ins Ziel kommen werden, aber ob sich das auf die Konstrukteurs-WM auswirkt oder nicht, haben wir nicht selbst in der Hand. Dafür müssen andere Autos ausscheiden. Wir werden sehen, ob es langt. In Abu Dhabi wird es wohl nicht regnen, aber Südkorea und Brasilien, wer weiß? Das Ziel ist nun, in Südkorea Elfter zu werden."

Dazu müssen die Autos aber auch am Rennen teilnehmen und nicht wie zuletzt di Grassi in der Runde zur Startaufstellung abfliegen. Was ist da passiert? "Ich weiß es nicht", ist Lowdon auch ratlos. "Im TV-Bild sah es so aus, als wäre er erst auf den Randstein gekommen, der ihn dann abgeworfen hat. Aber es ist ungewöhnlich, dass es überhaupt so weit kommen kann."

"Lucas sagte, dass mit dem Auto irgendwas nicht gestimmt hat, aber wir konnten auf den Daten nichts erkennen. Jetzt werden wir uns das Auto einmal anschauen, aber es gibt von den Daten her keinerlei Hinweise, dass irgendetwas gebrochen sein könnte." Besser machte es sein Teamkollege Glock, der mit Platz 14 sein bestes Saisonresultat schaffte.

"Das erste Safety-Car war nützlich, weil wir mit den weichen Reifen nicht besonders gut zurechtkamen", erklärt Lowdon das Rennen des Deutschen. "Das ermöglichte uns einen Reifenwechsel, was aus strategischer Hinsicht sehr gut war. Dann steckten wir jedoch hinter Yamamoto fest, der immer langsamer wurde und sich immer breiter machte. Dagegen kannst du nichts machen, solange er keinen Fehler macht."

"Einen hat er gemacht, dadurch kam Trulli an ihm vorbei, aber danach blieb er fehlerfrei. Ich verstehe nicht, warum sie ihn nicht reingeholt haben, denn er war deutlich schneller, als er neue Reifen drauf hatte, aber zu dem Zeitpunkt war unser Rennen leider schon gelaufen. Wir konnten also nur noch herumrollen und hoffen, dass vorne etwas passiert, was nicht der Fall war."

Fotoquelle: xpb.cc

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