Der Schein trügt: Der Grand Prix von Japan war bei weitem nicht ausverkauft

Formel 1 2010

— 11.10.2010

Formel-1-Begeisterung lässt sogar in Suzuka nach

Zuschauerschwund auch in Suzuka: Obwohl es am Sonntag doppeltes Programm gab, kamen nicht einmal 100.000 Zuschauer an die Traditionsstrecke

Die Vor-Ort-Zuschauerzahlen der Formel 1 brechen auf der ganzen Welt teilweise dramatisch ein - und zwar nicht nur in den häufig kritisierten neuen Märkten wie der Türkei oder China, sondern auch in klassischen Grand-Prix-Ländern wie Deutschland, Monaco oder Japan. Selbst die Traditionsstrecke in Suzuka hat schon bessere Zeiten erlebt.

Nicht einmal 100.000 Zuschauer kamen gestern nach Suzuka, obwohl der Sonntag mit Qualifying und Rennen mehr Programm bot als sonst. Gerade mal 96.000 zahlende Fans sorgten für eine Auslastung von weniger als zwei Dritteln der Gesamtkapazität von 150.000. Am Freitag sollen 33.000 Zuschauer vor Ort gewesen sein, am Samstag 66.000 - die wegen der Wetterkapriolen nicht sehr viel mehr als ein paar Safety-Car-Runden geboten bekamen.

Das ist eine enttäuschende Bilanz, wenn man bedenkt, dass Suzuka noch 2006 restlos ausverkauft war. Damals gingen die japanischen Fans davon aus, dass es wegen der Übersiedelung nach Fuji der letzte Grand Prix in Suzuka bleiben würde, und außerdem war es Michael Schumachers vermeintlich letztes Rennen in Japan. Zudem waren Honda und Toyota damals noch mit eigenen Werksteams vertreten.

Den größten Hype erlebte Formel-1-Japan aber in den späten 1980er- und frühen 1990er-Jahren, als die Strecke in Suzuka noch verhältnismäßig neu war und Ayrton Senna auf McLaren-Honda hunderttausende Fans hatte. Teilweise musste die zum Honda-Konzern gehörige Betreibergesellschaft damals Verlosungen durchführen, weil sie die Tribünen x-fach ausverkaufen hätte können...

Fotoquelle: xpb.cc

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