Erst heute fotografiert: Die neue Brücke im Start- und Zielbereich

Formel 1 2010

— 11.10.2010

Südkorea: Inspektion einer Baustelle

Lokalaugenschein in Südkorea: Elf Tage vor dem ersten Freien Training ist die Rennstrecke immer noch eine gigantische Baustelle

In Yeongam hat heute die zweitägige Inspektion der neuen Rennstrecke durch die FIA begonnen. Chefinspektor Charlie Whiting hält sich derzeit vor Ort auf, um sich ein Bild von den Baufortschritten zu machen und zu beurteilen, ob der Grand Prix von Südkorea wie geplant am 24. Oktober stattfinden kann. Die Entscheidung soll spätestens am Mittwoch bekannt gegeben werden.

Genau wie Whiting war heute auch 'Motorsport-Total.com' vor Ort, um sich ein Bild von den derzeitigen Gegebenheiten zu machen . Nach welchen Kriterien die FIA-Delegation ihre Entscheidung treffen wird, erschließt sich uns dabei nicht, denn die Anlage ist immer noch weniger eine Rennstrecke als vielmehr eine gigantische Baustelle, auf der hunderte Arbeiter offensichtlich unter Hochdruck zu Werke gehen, um ein Wunder möglich zu machen.

Zwar sind die Haupttribüne ganz und das Boxengebäude fast fertig, doch die meisten anderen Tribünen bestehen - wenn überhaupt - nur aus Metall-Gitterstäben und noch lange nicht aus festen Konstruktionen mit montierten Plastiksitzen. Zudem sind die Flächen, auf denen die Tribünen stehen, großteils nicht asphaltiert, was ein fürchterliches Schlammchaos befürchten lässt, sollte es wie so oft in den vergangenen Wochen regnen.

Nach wie vor in Arbeit sind auch eine große Brücke im Bereich bei Start und Ziel, der Bereich hinter der Haupttribüne sowie zahlreiche Wege. Besonders besorgniserregend: Die Hauptzufahrtsstraße zur Strecke ist eine Woche vor der Ankunft der ersten Teams noch nicht einmal asphaltiert! Zudem wundert man sich, welche Sicherheitsüberprüfungen Whiting überhaupt durchführen kann, weil zum Beispiel die Ampelanlagen noch nicht ans Stromnetz angeschlossen sind...

Ein weiteres Thema könnte die Geländesicherheit werden, denn im Moment kann noch jeder problemlos das kaum abgesperrte Gelände betreten. Daran wird sich wohl bis zum Grand Prix nicht allzu viel ändern, denn angesichts des Arbeitsrückstandes in viel wichtigeren Bereichen kann man sich kaum vorstellen, dass die Veranstalter noch großen Wert darauf legen werden, den Korean International Circuit (KIC) bis zum ersten Trainingstag ordentlich einzuzäunen.

Doch Veranstalter KAVO ist weiterhin optimistisch: Whiting habe "jede einzelne Kurve" der Strecke überprüft, lässt Kim Jae-ho, Generaldirektor für Marketing und Kommunikation, ausrichten. Das Urteil des FIA-Chefinspektors: "Bis jetzt haben wir positive Kommentare von ihm erhalten. Wir sind zuversichtlich, dass die Strecke die Inspektion, die sich vor allem um Sicherheit und Angemessenheit dreht, bestehen wird", so Jae-ho.

Fotoquelle: Michael Lok

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