James Allison ist vom Können Robert Kubicas restlos überzeugt

Formel 1 2010

— 12.10.2010

Allison traut Kubica den Titelgewinn mit Renault zu

Renault-Technikchef James Allison outet sich als Fan von Robert Kubica und vergleicht ihn mit Fernando Alonso

Die guten Jahre liegen bei Renault nun auch schon einige Zeit zurück. In den Saisonen 2005 und 2006 errangen die Franzosen 15 Siege. Seither folgten nur noch zwei weitere Siege (Ende 2008). Zusätzlich machten Gerüchte um einen Ausstieg die Runde. Doch mit neuem Geldgeber soll es wieder bergauf gehen. Nach dem Seuchenjahr 2009 mit nur einem Podestplatz zeigt der Trend wieder nach oben. Platz fünf in der Konstrukteurs-WM ist Renault praktisch nicht mehr zu nehmen, eventuell geht es sich sogar noch aus, Mercedes abzufangen.

Großen Anteil an diesem Ergebnis hat Robert Kubica, der von Teamkollege Vitaly Petrov nur selten Unterstützung beim Punktesammeln bekam. Das Team ist dementsprechend glücklich darüber, den Polen geholt zu haben. Von James Allison gab es in der 'BBC' jedenfalls ein dickes Lob. "Er ist einer dieser Spitzenpiloten, bei denen man weiß, dass es am Auto liegt und nicht an ihm, wenn er nicht vorne mitfährt. Er ist nicht nur unglaublich schnell, sondern man kann ihm auch vertrauen, eine schnelle Runde hinzubekommen, wenn es gerade nötig ist", so der Technikchef von Renault.

Allison ist überzeugt, dass Kubica das Team 2011 wieder auf die Siegerstraße führen wird. "Ich sehe keinen Grund, warum wir 2011 nicht an der Spitze mitkämpfen sollten", so der Renault-Technikchef, der dem Polen mehr als "nur" Siege zutraut: "Wenn wir ihm ein Auto bauen, das nur zur 50 Prozent fähig ist, eine Weltmeisterschaft zu gewinnen, würde er es trotzdem schaffen. Das kann nicht jeder in der Boxengasse über seinen Fahrer behaupten. Er ist dafür gemacht, Weltmeister werden, daran besteht kein Zweifel. Er macht keine Fehler, wenn er unter Druck ist und fährt auch dann Runde für Runde schnelle Zeiten."

Um Weltmeister zu werden benötigt Kubica das entsprechende Auto. Allison sieht die Entwicklung des 2011er-Boliden auf einem guten Weg, die Fabrik wurde technisch aufgerüstet. "Wir haben eine bessere Ausrüstung, um das nächstjährige Auto zu konstruieren. Unsere CFD-Abteilung ist nun sehr wirksam und durch unseren Windkanal haben wir jetzt bessere Simulationsmöglichkeiten. Das Laufband beschleunigt und bremst schneller als das alte. Das benötigte um die 30 Sekunden, damit sich der Winkel verstellt, nun geht es in wenigen Sekunden."

Allison ist von Kubica und von seinen Ingenieuren jedenfalls überzeugt. Aber was macht den Polen wirklich so außergewöhnlich gut? "Er erwartet von allen immer viel - er ist positiv gestimmt, anspruchsvoll und macht Druck, und er stellt auch hohe Ansprüche an sich selbst. Einen Top-Fahrer zu haben, gibt dir eine ausgezeichnete Basis auf die man bauen kann. Wenn man ihn genau beobachtet, ist er Fernando (Alonso; Anm. d. Red.) sehr ähnlich. Im Unterschied zu Fernando ist er noch strenger zu sich und noch mehr darin vertieft, Weltmeister zu werden", meint Allison.

Fotoquelle: Renault/LAT

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