Vitaly Petrov und das Renault-Team wollen beim Südkorea-Event zurückschlagen

Formel 1 2010

— 12.10.2010

Renault: "Wir schauen nach vorne"

Beim Japan-Event musste das Renault-Team eine herbe Schlappe hinnehmen, will sich in Südkorea aber bereits wieder in alter Bestform präsentieren

Der Große Preis von Japan war erst wenige Runde alt, da konnte das Renault-Team bereits wieder mit dem Einpacken beginnen: Vitaly Petrov war bereits am Start verunfallt und hatte es nicht einmal bis zur ersten Kurve geschafft, Robert Kubica musste seinen Renault-Boliden nur wenige Augenblicke später als Dreirad abstellen. Nun hofft Teamchef Eric Boullier auf Besserung beim Korea-Debüt.

"Wir schauen nach vorne und hoffen auf ein gutes Ergebnis", sagt der Franzose wenige Tage nach dem Doppelausfall von Japan, den Boullier mittlerweile abgehakt hat. "Robert lag bereits an Rang zwei, verlor aber nach ein paar Runden ein Rad. Das war einfach nur frustrierend und enttäuschend", gibt das Teamoberhaupt rückblickend zu Protokoll. Petrov konnte die Stimmung kaum heben.

Zum Rennauftritt des Russen gibt es laut Boullier "nicht viel zu sagen". Petrov habe einen sehr guten Start hingelegt, was ihm vielleicht zum Verhängnis geworden sei, meint Boullier. "Die Autos vor ihm rechneten nicht mit ihm und bewegten sich nicht von ihrer Linie. Deshalb musste Vitaly einen Kurswechsel vornehmen. Leider berührte er dabei das Fahrzeug von Hülkenberg - und Ende."

Die Vorarbeiten sind bereits abgeschlossen

Immerhin wusste Renault in der am Sonntagmorgen ausgetragenen Qualifikation einigermaßen zu begeistern: "Robert ist einmal mehr eine brillante Runde gelungen. Er fuhr fehlerfrei und brachte alle Sektoren auf die Reihe", berichtet Boullier. "Für Vitaly lief es nicht gut, denn Platz 13 reicht nicht aus. Er hatte aber Probleme am Auto und konnte nicht besser abschneiden. Das war also schon okay."

Nach dem ersten Doppelausfall des Jahres möchte Renault nun unbedingt zu alter Stärke zurückfinden. Teamingenieur Rod Nelson erklärt, wie man sich auf die Premiere in Südkorea vorbereitet hat: "Vor sechs bis acht Monaten haben uns die Architekten mit ersten Streckenplänen versorgt. Wir hatten also Gelegenheit, einige Simulationen zu dieser Rennbahn zu erstellen."

"Wir haben nun eine gute Vorstellung davon, welches aerodynamische Niveau wir beim Auto verwenden müssen", meint Nelson und fügt hinzu: "In Bezug auf das Setup müssen wir allerdings warten, bis wir dort fahren. Sollte der Asphalt rau sein, werden wir wohl eine weiche Abstimmung wählen. Bei einer glatten Oberfläche muss das Auto ein bisschen härter eingestellt werden."

Südkorea als Überraschungsei

Weil Renault keinen Simulator unterhält, müssen sich Kubica und Petrov per "Streckenkarten und Computerspielen" auf Südkorea vorbereiten, wie Nelson erläutert. "Anschließend besprechen sich die Fahrer mit ihren Ingenieuren und machen sich Gedanken über das Setup." Am meisten werde man aber vermutlich im Freien Training lernen, weshalb Nelson mit reichlich Fahrbetrieb rechnet.

"Am Freitag werden die Teams wohl schon sehr früh auf die Strecke gehen. Die unerfahrenen Piloten werden vermutlich ziemlich viele Runden drehen wollen, die Routiniers sind vielleicht eher auf das Reifensparen bedacht", meint der Renault-Ingenieur. Ganz wohl ist Nelson aber nicht in seiner Haut: "Dieses Rennen ist nicht so gut organisiert, wie die meisten anderen Events", so der Teamsprecher.

"Normalerweise hätten wir uns vor Ort schon einmal intensiv umgesehen, doch das war dieses Mal nicht wirklich drin. Es ist aber unterm Strich eine neue Strecke und damit auch eine neue Herausforderung für. Jeder beginnt bei Null. Wer gut aus den Startlöchern kommt, hat vielleicht einen Vorteil", hält Nelson abschließend fest. Die Premiere in Südkorea steigt am 24. Oktober 2010.

Fotoquelle: xpb.cc

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