Jérôme D'Ambrosio im VR-01: Wie sieht der neue Virgin-Rennwagen 2011 aus?

Formel 1 2010

— 13.10.2010

Lowdon: "Das 2011er-Auto sieht ganz anders aus"

Nick Wirth arbeitet bereits mit Hochdruck am Virgin-Boliden für 2011 - Teammanager Graeme Lowdon glaubt, dass Jahr zwei viel einfacher wird

Neueinsteiger Virgin hat nun 16 Rennen in der Formel 1 absolviert. Bisher sind zwei 14. Plätze die besten Ergebnisse. Mittlerweile liegt der Fokus schon auf dem Boliden für 2011. Im Gegensatz zu Lotus hat Virgin die Entwicklung am aktuellen Auto aber noch nicht eingestellt. Das liegt hauptsächlich daran, dass die Komponenten per CFD am Computer entworfen werden und keine Experimentalteile für einen Windkanal gebaut werden müssen. Das spart Zeit und vor allem Kosten.

So werden am VR-01 in den verbleibenden Rennen auch schon Dinge für den neuen Boliden getestet. "Wir machen große Fortschritte", sagt Teammanager Graeme Lowdon im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Mit unserer CFD-Methode ist das nicht teuer, daher werden wir die Teile jedes Mal produzieren, wenn sie fertig designt sind. Das bringt uns ja auch etwas für 2011. Es arbeiten aber schon mehr Leute am nächstjährigen Auto als am aktuellen, das ist ganz klar. Und die Ressourcen dafür sind auch größer als vor einem Jahr."

"Ich glaube, das letzte Rennen, bei dem er war, war Spa", meint Lowdon im Hinblick auf Designer Nick Wirth. "Selbst da war er schon ins 2011er-Auto vertieft, doch er hat trotzdem versucht, die Rennen auch noch zu besuchen. Aber je weiter das Projekt fortschreitet, desto wichtiger ist es, dass er sich zuhause mit dem Auto beschäftigt."

"Vielleicht reist er nach Abu Dhabi. Das neue Auto kommt gut voran und die ersten Teile werden schon produziert. Ein neues Auto zu bauen ist eine Riesenaufgabe, die Nicks volle Aufmerksamkeit erfordert. Mit dem aktuellen Auto sind wir inzwischen ja bestens vertraut und wir bekommen weiterhin billige Updates, aber dafür brauchen wir Nick nicht vor Ort."

Vom zweiten Virgin-Boliden erhofft sich die Mannschaft einen klaren Schritt nach vorne. Wie wird das Auto aussehen? "Es gibt viele neue Elemente. Die Aerodynamik ist zum Beispiel ganz anders, weil die Regeln im Heckbereich verändert wurden. Außerdem haben wir mit diesem Auto eine Menge gelernt. Die Änderungen vom ersten auf das zweite Auto sind immer groß, aber wir mussten im Vorjahr noch dazu aus dem Stand starten. Daher gibt es vieles, was wir jetzt schon besser wissen. Das Auto sieht optisch anders aus."

Im Heck wird auch weiterhin ein Cosworth-Aggregat arbeiten. Lotus hat dagegen die Partnerschaft mit der Motorenschmiede beendet. "Es hat gut begonnen, als wir das erste Team waren, das sich mit Cosworth einigen konnte", so Lowdon. "Es ist sehr angenehm, mit ihnen zu arbeiten, und wir sehen überhaupt keinen Grund für einen Wechsel. Sie unterstützen uns hervorragend und wir haben in Williams einen guten Referenzpunkt. Daher ist uns ganz klar, dass wir in anderen Bereichen Nachholbedarf haben, aber wir haben mit diesem Verhältnis im Moment keinerlei Probleme."

Eine alte Weisheit in der Formel 1 lautet, dass das zweite Jahr immer schwieriger ist. Lowdon ist anderer Meinung: "Es ist viel einfacher als im Vorjahr! Toyota hatte ja zum Beispiel ein Jahr Vorbereitungszeit, dann haben sie ein weiteres Jahr getestet und dann waren sie erst da. Wir, Lotus und HRT hörten den Startschuss erst im August 2009. Insofern schätze ich, dass Jahr zwei für uns erheblich einfacher werden sollte als Jahr eins."

Fotoquelle: xpb.cc

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