Jenson Button glaubt, Platz drei bereits im Qualifying verschenkt zu haben

Formel 1 2010

— 14.10.2010

Buttons Kampfansage: "Ich habe nichts zu verlieren"

Jenson Button weiß, dass in Suzuka nicht viel mehr drin war als sein vierter Platz, geht im Titelkampf aber kampfeslustig in den Endspurt

Zum zweiten Mal in Folge fuhr Jenson Button als einer der Titelanwärter in Japan knapp am Podium vorbei. Der McLaren-Pilot holte in Suzuka wie schon in Singapur den vierten Platz. Zurückblickend hält er dieses Ergebnis aber auch nach dem Verlauf seines Wochenendes für angemessen.

"Das war es wahrscheinlich, ja. Ich glaube, ich hätte noch etwas mehr aus dem Auto herausholen können, wenn ich in Q3 nur Benzin für eine schnelle Runde dabei gehabt hätte", sagt Button. "Ich verstehe, warum das Team es für klüger hielt, für zwei Runden aufzutanken. Aber meine erste Runde war gut genug, und mit dem Benzin, das ich mir hätte sparen können, wäre ich vor Robert Kubica gewesen und damit in einer besseren Ausgangslage, um es mit Fernando aufzunehmen."

"Wir hätten vielleicht auch ein besseres Rennen gehabt, wenn wir auf die weicheren Reifen gegangen wären, als die anderen auf die härteren gewechselt haben", vermutet der McLaren-Pilot. "Aber das ist alles hypothetisch, und ich glaube nicht, dass ohne ein bisschen Glück mehr für uns drin gewesen wäre als ein dritter Platz. Ich freue mich, dass unsere Rennpace gut war, aber wir müssen in Südkorea sicherstellen, dass alle unsere Updates funktionieren, wenn wir um den Sieg kämpfen wollen."

Ermutigend findet Button auch, dass der bis zur letzten Runde die schnellste Rennrunde hielt und dann nur um eine halbe Zehntelsekunde geschlagen wurde. "Ich weiß, dass ich sie mit frischeren weichen Reifen gefahren bin, als alle anderen auf den harten unterwegs waren. Das ist ein Faktor. Aber nichtsdestotrotz fährt man mit dem, was man hat. Und es ist uns gelungen, dass das Auto im letzten Teil des Rennens extrem gut funktioniert hat."

"Wie gesagt, wenn wir es im Qualifying richtig hinbekommen hätten, dann wäre es im Rennen vielleicht ein bisschen besser gelaufen. Aber das Auto war super zu fahren, man konnte damit ans Limit gehen. Und das ist ermutigend für die letzten drei Rennen, bei denen ich glaube, dass wir weiter vorn mitfahren werden", ist Button optimistisch.

Und er hat auch im Titelkampf noch lange nicht aufgegeben. Sein Rückstand auf Gesamtleader Mark Webber beträgt 31 Punkte, aber das ist noch aufholbar. "Das ist alles relativ. Wenn du in dieser Phase der Saison punktemäßig in Führung liegst, dann kannst du nichts Riskantes machen. Aber wenn du zurückliegst, traust du dich eher, aggressiv zu sein, weil du weniger zu verlieren hast", weiß Button. "Für mich ist die Situation ganz anders als im vergangenen Jahr. Und ich freue mich darauf, den Führenden den Kampf anzusagen, denn ich habe dadurch nichts zu verlieren."

"Wenn es nicht reicht, dann weiß ich wenigstens, dass ich alles gegeben habe. Und das Glück hat die Gewohnheit, dass es sich in Kreisen bewegt. Unser Team hatte in den vergangenen Rennen nicht viel Glück, aber wer weiß, was beim nächsten Rennen passiert? Es kann sich alles wieder komplett ändern", gibt sich der McLaren-Pilot noch lange nicht geschlagen.

Fotoquelle: xpb.cc

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