Felipe Massa hätte das Rennen in Japan gerne nicht im Kiesbett abgeschlossen...

Formel 1 2010

— 14.10.2010

Massa: "Alles ging schief"

Ferrari-Pilot Felipe Massa hadert mit seinem Abschneiden beim Suzuka-Rennen, bedankt sich für den Rückhalt im Team und gelobt baldige Besserung

Der Rennsonntag von Japan hielt für Felipe Massa zwei große Niederlagen bereit: Erst verpasste der Ferrari-Fahrer den Einzug in die Top 10 des Qualifyings, wenig später musste er sein Auto ebenfalls vorzeitig abstellen - nach einem Startcrash mit Vitantonio Liuzzi (Force India) war Schluss für den Brasilianer. Massa möchte sich nach einer kurzen Auszeit aber umso stärker zurückmelden.

"Ich befinde mich aktuell in Brasilien", gibt der 29-Jährige zu Protokoll. "Japan habe ich am Montag nach dem Rennen verlassen. Es ist ein langer Heimweg und ich muss schon bald wieder nach Asien reisen, doch der Jetlag hat mich noch nie sonderlich gestört. Überhaupt passt es mir sehr gut in den Kram, wieder einmal hierher zu kommen, Zeit mit meiner Familie zu verbringen und zu trainieren."

"Ich hatte mich wirklich sehr darauf gefreut, erstmals seit 2006 wieder in Suzuka anzutreten", sagt Massa im Hinblick auf vergangenen Grand Prix. "Ich habe diese Strecke schon immer gemocht - 2009 verpasste ich ihre Rückkehr in den Rennkalender, als ich mich von meinem Unfall in Budapest erholte. Entsprechend erpicht war ich auf dieses Rennen", so Routinier. Lange hielt diese Freude nicht an.

Japan war für Massa keine Reise wert...

"Man kann sich gewiss vorstellen, wie enttäuscht ich am Sonntagabend war", meint Massa. "Alles, was schief laufen konnte, ging in Suzuka einfach schief. Von Anfang an war klar: Red Bull würde auf diesem Kurs quasi unschlagbar sein. So viele Startreihen hinter ihnen zu liegen, war aber sehr frustrierend. In der Qualifikation ging es nur um Verkehr", hält der Brasilianer rückblickend fest.

"Als ich in Q2 mit weichen Reifen unterwegs war, hatte ich im ersten Abschnitt Verkehr, als Jenson vor mir aus der Box herauskam. Im zweiten Sektor und in der Spoon-Kurve wurde es nicht besser, denn dort fand ich mich hinter Kubica wieder. All das kostete mich genug, um den Sprung in Q3 zu verpassen" - und beim Start ins Rennen lief es nicht viel besser für den langjährigen Ferrari-Piloten.

"Wenn du dann halt von Startreihe sechs ins Rennen gehst, besteht immer die Chance, dass du in Schwierigkeiten gerätst. Genau das ist mir passiert. Unterm Strich krachte es schon in Kurve eins und ich schied aus. Es war ein sehr schlechter Sonntag für mich", fasst Massa zusammen, gibt sich allerdings kämpferisch: "In den vergangenen Rennen habe ich keine Ergebnisse eingefahren."

Massa verspricht eine Steigerung

"Ich mache aktuell eine knifflige Zeit durch. Ich weiß aber, dass ich mich auf die Unterstützung des Teams verlassen kann. Sie standen stets zu einhundert Prozent hinter mir - vor allem in schwierigen Zeiten. Die Äußerungen von unserem Präsident di Montezemolo nach dem Rennen von Japan zu vernehmen, war schön. Ich schätze es sehr, dass er an mich glaubt", erläutert der WM-Sechste.

"Er versteht den Sport und weiß, dass man manchmal durch schwierige Zeiten manövrieren muss. Dass ich auf seine Unterstützung zählen kann, ist sehr wichtig", gesteht Massa du kündigt an: "Ich möchte nach wie vor möglichst gut für mich selbst und das Team abschneiden. Das war stets meine Herangehensweise in diesem Sport, seit ich der Formel 1 beigetreten bin. Du musst positiv bleiben."

"Speziell, wo das Team doch in einen harten Kampf verstrickt ist, bei dem es zwei Ziele im Hinterkopf zu behalten gilt. Die Situation in der Herstellerwertung ist allerdings sehr schwierig geworden", gibt Massa vor Südkorea zu Protokoll. "Jeder muss 110 Prozent an Leistung erbringen, damit wir erfolgreich sein können. Das werde ich in den verbleibenden Wochen dieser Formel-1-Saison tun."

Fotoquelle: xpb.cc

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