Jenson Button und Lewis Hamilton müssen um Anschluss kämpfen

Formel 1 2010

— 15.10.2010

McLaren: "Geben uns nicht kampflos geschlagen"

Jenson Button und Lewis Hamilton rechnen mit guten Chancen in Südkorea und wollen sich im Kampf um den Titel noch nicht geschlagen geben

Das Suzuka-Wochenende war wieder einmal für McLaren sehr schmerzhaft. Lewis Hamilton konnte nach einem Getriebeproblem nur noch Schadensbegrenzung betreiben, die mutige Strategie von Jenson Button zahlte sich nicht aus. Konsequenz: Die beiden Champions in den britischen Silberpfeilen liegen auf der Zielgeraden der Saison nun etwas zurück, haben nur noch Außenseiterchancen auf die Krone.

"Es ist immer schön, auf neue Rennstrecken zu kommen", sagt Button vor dem Flug nach Yeongam. "Südkorea sieht interessant aus, es ist ein schöner Mix verschiedener Charakteristiken. Es scheint gute Überholmöglichkeiten zu geben, vor allem am Ende der drei Geraden, womöglich aber auch im kurvigen letzten Sektor. Die Strecke ist schnell und die Mauern stehen nahe dran, was es wirklich spannend macht."

"Wie bei jeder neuen Strecke, so mag es auch dort kleine Kinderkrankheiten geben", sagt der amtierende Weltmeister über die gerade erst von der FIA abgenommene Rennstrecke. "Nicht unbedingt mit der Strecke an sich, aber vielleicht im Umfeld. Wir werden gemeinsam mit den Organisatoren dafür sorgten, dass der Grand Prix ein Erfolg wird."

"Wir haben in Suzuka neue Teile ausprobiert und es sieht so aus, als dass wir sie am Freitag in Südkorea wieder am Auto haben werden", sagt Button. "Wie bei allen Neuteilen werden wir versuchen, das Bestmögliche herauszuholen. Ich bin optimistisch und ich sehe es positiv, dass wir mit neuen Entwicklungen ausrücken werden."

"Ich habe die Strecke im Simulator ausprobiert und meine ersten Eindrücke waren extrem positiv", berichtet Hamilton, der bereits 28 Punkte hinter Mark Webber zurückliegt. "Die Strecke sollte unserem Auto liegen. Im ersten Sektor kommt es auf Topspeed und gute Bremsen an - beides Dinge, die als Stärken unseres Autos gelten."

"Der zweite Sektor ist flüssig und schnell. Dort braucht man ein Auto mit guter Balance und viel Abtrieb. Dort wird großer Einsatz belohnt", sagt der Ex-Champion. "Insgesamt sehe ich den Kurs als echte Fahrerstrecke. Der letzte Sektor ist kurvig, dort brauchst du einen guten Rhythmus. Wenn der Asphalt genügend Grip bietet, dann erwarte ich ein gutes Wochenende für uns."

"Ich freue mich darauf und schätze, dass es gut für uns laufen kann", äußert sich Hamilton vor dem drittletzten Lauf der Saison optimistisch. "Die vergangenen Resultate haben nicht gezeigt, dass wir ein echt starkes Auto haben. Ich hoffe, dass ich das nun mal auf der Strecke entsprechend darstellen kann", erklärt der 25-Jährige.

"Bei drei noch ausstehenden Rennen sind noch 75 Punkte zu holen. Es wäre unklug, Jenson, Lewis oder McLaren schon abzuschreiben", so Teamchef Martin Whitmarsh. "Beide Piloten haben schon Titel gewonnen und wissen daher, wie man mit solchen Situationen umgehen muss. Beide haben schon gezeigt, dass sie unter hohem Druck gute Leistungen zeigen können. Sie sind bereit für diesen Kampf."

"Dieser Kampf wird über Konstanz gewonnen", erklärt der Brite. "Während wir an unserer aggressiven Entwicklungsstrategie festhalten und auch zu diesem Rennen neuen Teile mitbringen, ist es enorm wichtig, dass wir bei jedem Rennen viele Punkte holen müssen. Wir geben uns nicht kampflos geschlagen."

Zuletzt gab es technische Sorgen, die nun aber keine Rolle mehr spielen sollen. "Ich will das klarstellen: Nach dem Getriebeproblem von Suzuka muss Lewis nicht schon wieder fünf Plätze zurück", so Whitmarsh. "Die Regeln besagen, dass kein Fahrer zweimal für das gleiche Getriebeproblem bestraft wird. Also geht er ohne Gefahr einer weiteren Bestrafung in dieses Wochenende."

Fotoquelle: xpb.cc

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