In Durban dröhnten vor einigen Jahren die Rennmotoren der A1GP-Rennserie

Formel 1 2010

— 18.10.2010

Südafrika-Rennprojekt nimmt an Fahrt auf

An der Ostküste von Südafrika könnte in den kommenden Jahren eine neue Rennstrecke entstehen - Erstes Infomeeting bringt die Beteiligten zusammen

FIA-Präsident Jean Todt glaubt nicht daran, dass Südafrika in den nächsten Jahren im Rennkalender der Formel 1 firmieren wird - dennoch arbeitet eine Investorengruppe bereits intensiv daran, den Bau einer Rennstrecke anzuregen. Angedacht ist ein permanenter Rundkurs in der Provinz KwaZulu-Natal, die in räumlicher Nähe zum Flughafen von Durban gelegen ist - und an der Ostküste Südafrikas.

In der vergangenen Woche trafen sich die Verantwortlichen dieses Projekts mit einigen Vertretern aus Regierungskreisen sowie einflussreichen Motorsport-Funktionären, um die Machbarkeit zu diskutieren. Über das Ergebnis dieses Meetings schweigt man sich zumeist aus, doch die lokale Presse konnte den Teilnehmern trotzdem einige kurze Statements zum Thema "Formel 1 in Südafrika" entlocken.

Die Formel 1 als langfristiges Rennprojekt

In der 'Sunday Tribune' aus Durban beschreibt Francois Pretorius, Geschäftsführer beim Motorsport-Verband von Südafrika (MSA), was Sinn und Zweck des Treffens war: "Es ging darum, Informationen zusammen zu tragen. Die Regierung wollte von den Motorsport-Teilhabern erfahren, was die Ausrichtung eines Formel-1-Grand-Prix' beinhalten würde. Alles Weitere liegt nun an der Provinz."

Ntokozo Maphisa, Sprecher des Finanzministeriums von KwaZulu-Natal, gibt sich allerdings bedeckt: "Es wäre verfrüht, die Formel-1-Angelegenheit schon jetzt zu kommentieren. Noch wurde nämlich keine Entscheidung getroffen." Man habe allerdings durchaus einen ersten Schritt im Hinblick auf einen möglichen Beschluss gemacht, merkt ein Sprecher des Motorsport-Verbandes an.

"Wir würden uns bei der Unterstützung eines solchen Vorschlages nur wohl fühlen, wenn es langfristige Profite für den Motorsport in Südafrika geben würde", meint Pretorius und fügt hinzu: "Eine permanente Rennstrecke zu bauen, würde Sinn machen - aufgrund der langfristigen Vorteile. Wenn man die Formel 1 hierher holen würde, müsste sie einen bleibenden Eindruck hinterlassen."

Welche Unternehmen unterstützen das Projekt?

Neu ist diese Idee aber keineswegs, wie Logie Naidoo, stellvertretender Bürgermeister von eThekwini, betont: "Wir hatten schon darüber nachgedacht, eine Strecke neben dem Flughafen zu errichten. Das stand sogar vor dem Bau des Flughafens zur Debatte. Wir sind nicht sicher, was die Kostenfrage betrifft, doch es wäre klasse, einen Kurs zu haben. Dafür bräuchten wir aber einige Großsponsoren."

Stadtmanager Michael Sutcliffe bringt die Situation aus der Sicht der Kommune auf den Punkt: "Die Provinzialregierung hat sich damit auseinander gesetzt. Es würde schlichtweg zu teuer werden. Sollte sich der private Sektor allerdings für die Finanzierung solcher Projekte einsetzen, wären wir gerne bereit, uns intensiver damit zu beschäftigen" - die Baukosten sollen rund 200 Millionen Euro betragen.

Den Anwesenden reichte die Aussicht auf die Schaffung von etwa 7.000 neuen Arbeitsplätzen sowie anvisierte Mehreinnahmen bei Tourismus und Hospitality aber zunächst nicht aus - die Vortragenden wurden damit beauftragt, eine detaillierte Präsentation zu erarbeiten. Das Rennprojekt beim King-Shaka-Flughafen würde aller Voraussicht nach allerdings nicht vor 2014 oder 2015 rennbereit sein.

Fotoquelle: xpb.cc

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