Der R30 lief nicht lange: Robert Kubica hatte beim Grand Prix von Japan Pech

Formel 1 2010

— 18.10.2010

Renault: Wieder eine positive Überraschung?

Robert Kubica und Vitaly Petrov sehen den Grand Prix von Südkorea als Schritt ins Ungewisse: Punkte sollten auf jeden Fall möglich sein

Robert Kubica und Vitaly Petrov sehen die Fahrt nach Südkorea als Reise ins Ungewisse. Die beiden Renault-Piloten haben noch keine präzise Erwartungshaltung für den ersten Grand Prix in Yeongam. Allerdings stimmen die letzten Eindrücke positiv. "Ich war angenehm überrascht von unserer Performance", sagt Kubica mit Blick auf den starken Suzuka-Auftritt - bis zu seinem Ausfall.

"Dass wir besser aussehen würden als in Singapur, hatte ich erwartet, denn Suzuka ähnelt eher der Strecke von Spa-Francorchamps, wo wir schnell waren. Aber dass wir einen solchen Sprung machen würden, konnte wohl keiner absehen", freut sich Kubica. "Im Qualifying hat alles gepasst, trotzdem war ich überrascht, so weit vorne zu stehen. Nur leider standen wir am Ende mit leeren Händen da."

"Aber das ist Racing: Technische Probleme kann es immer geben. Ich habe das Rennen jedenfalls abgehakt und seitdem keinen Gedanken mehr daran verschwendet", erklärt die Renault-Speerspitze. Vom Negativerlebnis aus Suzuka befreit greift der Pole nun in Südkorea an. "Ich habe mir Videos auf 'YouTube' angesehen und gemeinsam mit dem Team so viele Informationen gesammelt wie möglich. Ich werde mit Sicherheit noch einige Runden am Computer drehen, um mir das Layout einzuprägen."

"Am Donnerstag unternehmen wir dann mit unseren Ingenieuren die übliche Streckenbegehung. Aber ehrlich gesagt, liefern die ersten paar Installationsrunden viel mehr Informationen über die Strecke als eine noch so akribische Vorbereitung", sagt Kubica, der kein großer Fan der virtuellen Welt ist. "Die Strecke sieht ziemlich interessant aus. Es gibt von allem etwas: lang gezogene schnelle Kurven, Highspeed-Abschnitte und langsame Stellen."

"Vor allem der letzte Sektor sieht sehr anspruchsvoll aus. Viel wird davon abhängen, wie viel Grip der frische Asphalt liefert. Wenn das Gripniveau hoch ist, werden einige Kurven locker voll gehen - falls nicht, sind diese Stellen eine besondere Herausforderung", sagt er. "Wir haben in diesem Jahr schon in Hockenheim und Montréal erlebt, dass eine neue Asphaltschicht den Grip einer Strecke völlig verändern kann. Deshalb lässt es sich kaum vorhersagen, wie es in Yeongam laufen wird und wie schnell wir im Vergleich mit den Gegnern sein werden."

"Sich auf einen brandneuen Kurs vorzubereiten, auf dem noch überhaupt keine Rennen stattgefunden haben, ist immer schwierig", stimmt Teamkollege Petrov zu. "Es gibt einfach sehr wenige Informationen über die Strecke. Ich habe etwas im Simulator gearbeitet, um die Streckenführung kennenzulernen. Es könnte sich als Vorteil für mich herausstellen, dass dies eine Strecke ist, die nicht nur ich, sondern auch alle anderen noch nicht kennen. Alle fangen von null an."

"Die beste Methode ist, zu Fuß den Kurs zu umrunden und sich alle wichtigen Abschnitte aus nächster Nähe anzusehen", sagt der russische Rookie. "Wie sehen die Kerbs aus, wie groß sind die Auslaufzonen und so weiter. In einem nächsten Schritt fahre ich gerne ein paar Runden mit dem Rad. Ein richtiges Gefühl für den Kurs bekommst du aber natürlich erst im Freien Training. Am Ende der ersten Trainingssitzung solltest du die Streckenführung in und auswendig kennen."

Ganz so einfach wird die neue Aufgabe aber nicht. "Es sieht sehr anspruchsvoll aus", gibt Petrov zu. "Vor allem der dritte Sektor mit den vielen langsamen Kurven, die wir wahrscheinlich im zweiten oder dritten Gang durchfahren, scheint es in sich zu haben. Die Kurven sieben und acht sind sehr schnell. Es gibt insgesamt drei lange Geraden, auf denen der F-Schacht zum Einsatz kommen wird. Insgesamt glaube ich, dass die Strecke unserem Renault R30 entgegenkommen sollte. Außerdem scheint es einige gute Überholmöglichkeiten zu geben."

Trotz der ungewissen Vorzeichen setzt sich der Russe hohe Ziele. "Ich peile in jedem Rennen die Top Ten an. Das muss auch die Zielsetzung für das bevorstehende Wochenende sein", sagt Petrov, der um eine Weiterbeschäftigung kämpft. "In Suzuka hatten wir das Potenzial für die Punkteränge. Ich darf mir keine Fehler erlauben. Ich will in Korea WM-Zähler einfahren."

Fotoquelle: xpb.cc

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