Pastor Maldonado gilt als Topfavorit auf das zweite Williams-Cockpit

Formel 1 2010

— 20.10.2010

Williams: Hülkenberg schon draußen?

Der Venezolaner Pastor Maldonado könnte Nico Hülkenberg dank der Millionen eines Mineralölkonzerns das zweite Williams-Cockpit wegnehmen

So schön langsam wird einem klar, warum Williams trotz aller Lippenbekenntnisse zu Rubens Barrichello und Nico Hülkenberg bisher noch nicht offiziell bekannt gegeben hat, wer 2011 für das Team fahren wird. Denn wie sich nun abzeichnet, könnte Hülkenberg sein Renncockpit trotz zuletzt starker Leistungen verlieren - des Geldes wegen.

Der 23-jährige Deutsche wird zwar von Willi Weber gemanagt, kann aber mit den Sponsorengeldern, die andere Anwärter mitbringen, nicht mithalten. Schlappe 15 Millionen US-Dollar, also umgerechnet 10,8 Millionen Euro, sollen auf dem Tisch liegen - eine willkommene Kompensation für die Abgänge von RBS (Bank), Philips (Elektronik), AirAsia (Fluglinie) und McGregor (Bekleidung), die zusammengerechnet ein Loch von geschätzten 25 Millionen Euro ins Budget reißen.

Williams schweigt zu Gerüchten

Beim möglichen neuen Sponsor handelt es sich offenbar um den venezolanischen Mineralölkonzern PDVSA, der seinen Schützling Pastor Maldonado nächstes Jahr unbedingt in der Formel 1 sehen möchte. Maldonado und PDVSA sollen zuvor schon bei Sauber angeklopft haben, dort erhielt jedoch der Mexikaner Sergio Pérez mit seinen Telmex-Millionen den Vorzug. Nun dürfte man bei Williams offene Türen eingerannt haben.

Brasilianischen Medienberichten zufolge wurde Maldonados Rennfahrervertrag für die kommende Saison bereits in der zweiten Oktober-Woche in der venezolanischen Hauptstadt Caracas unterschrieben. Das Team möchte dies jedoch nicht bestätigen: "Im Moment möchten wir hinsichtlich unserer Fahrerpaarung für 2011 keinen Kommentar abgeben", heißt es auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com' aus Grove.

Barrichello gilt als gesetzt

Sollten sich die Gerüchte bestätigen, würde das wohl das Aus für Hülkenberg bei Williams bedeuten, denn der frühere A1GP-, Formel-3- und GP2-Champion ärgerte sich schon in Singapur im kleinen Kreis darüber, dass sein Vertrag noch immer nicht verlängert wurde. Sein Teamkollege Rubens Barrichello posaunt hingegen seit Wochen hinaus, dass er "zu 100 Prozent" gesetzt sei, auch wenn die Formalitäten noch zu erledigen sind.

Maldonado ist 25 Jahre alt und gilt schon lange als eines der größten Talente im Formelbereich, allerdings benötigte er vier Anläufe, um in dieser Saison erstmalig den GP2-Titel zu gewinnen. Als seine Lieblingsstrecke gilt Monte Carlo, wo er in der GP2 zwei beeindruckende Siege feiern konnte und stets konkurrenzfähig war. Außerdem wurde er vor dieser Saison als Anwärter auf ein Campos-Formel-1-Cockpit gehandelt, ehe das Projekt gestoppt und in HRT umbenannt wurde.

Fotoquelle: GP2

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