Martin Whitmarsh wird auch weiterhin mit Vodafone-Handy telefonieren

Formel 1 2010

— 21.10.2010

Vodafone bleibt McLaren-Hauptsponsor

McLaren und Vodafone bleiben bis Ende 2013 zusammen - Martin Whitmarsh: "Vodafone ist der beste Titelpartner, den wir je hatten"

Ob es mit dem WM-Titel noch klappen wird, steht in den Sternen, aber über einen Erfolg darf sich McLaren schon an diesem Wochenende freuen: Der Vertrag mit Haupt- und Namenssponsor Vodafone wurde vorzeitig bis Ende 2013 verlängert. Das Team nennt sich damit selbst weiterhin "Vodafone-McLaren-Mercedes".

"Vodafone ist ohne jeden Zweifel der beste Titelpartner, den wir je hatten", erklärt Teamchef Martin Whitmarsh und stellt den Mobilfunkanbieter damit über die Kooperationen mit den Zigarettenherstellern Philip Morris (Marlboro/1974 bis 1996) und Reemtsma (West/1997 bis 2005). "Warum ich das sage? Nun, das Wort 'Partner' sagt doch alles. Vodafone ist im wahrsten Sinne des Wortes unser Partner und trägt zu den Hightech-Systemen an unseren Autos bei."

Geschätztes Jahresvolumen: 45 Millionen Euro

Whitmarsh kündigt in Zusammenarbeit mit Vodafone "einige sehr aufregende Marketinginitiativen" an und verrät, dass der offizielle Status der Partnerschaft von "Mobile Partner" auf "Communication Partner" upgegradet wurde - eine reine PR-Formalität, die den Endkunden in Wahrheit überhaupt nicht interessiert. Doch für Vodafone sind solche Kleinigkeiten wichtig, um das Sponsoring möglichst optimal auszuschöpfen.

"Vodafone ist eine internationale Marke mit starken lokalen Wurzeln", erklärt Vodafone-Manager Morten Lundal. "Die Formel 1 ist für uns eine starke Plattform, die wir nutzen wollen, um unseren Kunden einzigartige Erfahrungen und Events anzubieten." Dafür greift der Konzern tief in die Tasche: Das McLaren-Sponsoring wird von Branchenmonitor 'Formula Money' auf 45 Millionen Euro pro Jahr geschätzt; weitere zehn Millionen fließen in Begleitprogramme wie die Bandenwerbung.

Den Formel-1-Fans ist das Vodafone-Sponsoring in dieser Saison vor allem durch clevere Viral-Marketing-Programme ins Bewusstsein gerückt. So wurden über Internetplattformen wie YouTube unterhaltsame Videoclips veröffentlicht - zum Beispiel, wie Lewis Hamilton und Jenson Button in Woking einen MP4-25 aufbauen, mit dem VW-Bus gemeinsam nach Silverstone fahren oder in Hockenheim ihr eigenes Zelt aufstellen.

Freundschaft durch gemeinsame Clips

"Die Arbeit für Vodafone habe ich als besonders interessant und unterhaltsam empfunden", erklärt Button, für den 2010 das erste Jahr als Vodafone-Fahrer ist. "Vor allem hatten Lewis und ich durch die gemeinsame Arbeit für Vodafone Gelegenheit, eine sehr warme Freundschaft aufzubauen." Hamilton freut sich darüber, dass er dank Vodafone Orte dieser Welt gesehen hat, die er sonst vielleicht nie kennengelernt hätte, etwa Indien oder Südafrika.

Besonders groß auch die Freude bei Ron Dennis: "Der Erfolg, den diese seit 2007 bestehende Partnerschaft bisher hatte, ist herrlich", strahlt der Chef der McLaren-Gruppe. "Von den 68 Grands Prix, die währenddessen ausgetragen wurden, haben unsere Fahrer 21 gewonnen, 55 weitere Male standen sie auf dem Podium. Ich bin optimistisch, dass Vodafone-McLaren-Mercedes diese Erfolgsquote in Zukunft fortsetzen wird."

Fotoquelle: xpb.cc

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