Voll konzentriert: Lewis Hamilton macht sich bereit für das Training

Formel 1 2010

— 22.10.2010

Hamilton: "Nichts zu verlieren, alles zu gewinnen"

Einmal Erster, einmal Dritter: Lewis Hamilton ist mit dem Trainingsauftakt in Yeongam zufrieden und blickt dem Rest des Wochenendes gelassen entgegen

Mit einer souveränen Bestzeit startete Lewis Hamilton heute Morgen in den Grand Prix von Südkorea, im zweiten Freien Training in Yeongam fiel er allerdings noch auf Rang drei zurück, 0,337 Sekunden hinter WM-Leader Mark Webber. Der McLaren-Pilot braucht für die Weltmeisterschaft ein Topergebnis - und er traut sich zu, an diesem Wochenende ein eben solches einzufahren...

Frage: "Lewis, du warst heute drei Stunden auf der Strecke. Wie ist die erste Session für dich gelaufen und dann auch die zweite am Nachmittag?"
Lewis Hamilton: "Die erste Session war sehr interessant, denn das war die schmutzigste Strecke, auf der ich je gefahren bin - unglaublich, wie staubig es war! Also rutschte ich zunächst mal nur durch die Gegend, aber die Veränderung war ziemlich dramatisch - das hat wirklich mehrere Sekunden pro Runde ausgemacht."

Kleine Probleme, aber zufrieden

"Jetzt im zweiten Training war die Strecke schon viel besser. Es lag immer noch eine Menge Staub, vor allem neben der Linie, aber grundsätzlich macht sie Spaß, denn sie ist schnell. Vielleicht sollten sie über Nacht ein paar Kehrmaschinen einsetzen. Man benötigt ein sehr effizientes Abtriebsniveau. Ich bin ziemlich zufrieden, muss ich sagen. Im letzten Training hatten wir das eine oder andere Problemchen, aber insgesamt fühlt es sich ganz ordentlich an."

Frage: "Welche Probleme meinst du konkret?"
Hamilton: "Nur Kleinigkeiten hinsichtlich Bodenhöhe und Balance, aber das kriegen wir hin."

Frage: "Was glaubst du, wie stark sich die Strecke morgen vor dem Qualifying noch verändern wird?"
Hamilton: "Ich glaube, jetzt ist vielleicht noch eine Sekunde drin, aber grundsätzlich sind wir halbwegs dort. Wahrscheinlich werden wir dann so Mitt-1:30er-Zeiten fahren."

Frage: "Die unterschiedlichen Sektoren liegen offensichtlich unterschiedlichen Autos. Deine Analyse?"
Hamilton: "Im ersten Training sah es so aus, als würde uns der erste Sektor noch deutlich besser liegen als allen anderen, aber dann haben wohl alle ihre Flügel flacher gestellt, um zu uns aufzuholen. Trotzdem sind wir noch schnell, auch in den anderen Passagen. Generell sind wir sehr schnell auf den Geraden, was gut ist, und wir halten auch im Mittelsektor mit. Der neue Heckflügel funktioniert, wir haben gute Teile hier. Das ist positiv."

Frage: "Jenson sagt, dass ihr hier besser dabei seid als bei den letzten Rennen..."
Hamilton: "Ja, das glaube ich auch. Wir haben ein paar neue Teile dabei, die wir auch in Japan schon hatten, die dort aber noch nicht zusammenpassten. Jetzt haben wir sie alle drauf und konnten heute viel damit testen. Wir sind sehr konkurrenzfähig - genauso schnell wie die Red Bulls. Aber erst morgen zählt es."

Respekt vor der Konkurrenz

Frage: "Für euch geht es in der Weltmeisterschaft bereits um alles. Da ist so ein Tag ermutigend, nicht wahr?"
Hamilton: "Ja, stimmt. Es ist gut, dass sich das Auto gut anfühlt - daraus müssen wir das Beste machen. Aber es ist dennoch alles eng beisammen, sogar die Renaults sind schnell und die Ferraris und Red Bulls sowieso. Ich glaube, dass die Autos hier ähnlich schnell sein werden. Dann geht es darum, welcher Fahrer am meisten rausholen kann."

Frage: "Hast du Bedenken hinsichtlich Kurve 16 und der Boxeneinfahrt?"
Hamilton: "Einige Stellen bieten nicht viel Auslauf, vor allem die letzte Kurve, Kurve 17. Wenn dort jemand ein Problem hat, wird es interessant. Die Boxeneinfahrt ist kein Problem. Es gibt dort eine kleine Bodenwelle, aber sonst ist das okay. Das Problem ist eher Kurve 16, wo der Randstein um gut und gerne einen Zoll höher liegt als die Strecke. Ich bin halt einfach nicht drübergefahren, aber andere hatten damit Schwierigkeiten."

Frage: "Sag mal, macht dir der Druck des WM-Kampfes nichts aus? Ihr scheint alle sehr relaxt zu sein..."
Hamilton: "Es ist ein Rennen wie jedes andere und danach sind auch noch zwei Rennen zu fahren. Ich habe nichts zu verlieren und alles zu gewinnen. So gesehen haben die anderen den Druck."

Frage: "Aber wie gehst du mit dem Druck um, dass die Weltmeisterschaft in drei Rennen zu Ende sein wird und du bis dahin noch so viele Punkte wie möglich sammeln musst?"
Hamilton: "Das ist doch das Gleiche wie jedes Jahr und der Druck, möglichst viele Punkte zu sammeln, ist auch immer da. Natürlich eskaliert das gegen Saisonende immer ein bisschen, aber ich mache das, seit ich acht Jahre alt bin, also ist es Routine für mich."

Fotoquelle: xpb.cc

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