Nachdenklicher Rookie: Nico Hülkenberg muss um seine Formel-1-Zukunft bangen

Formel 1 2010

— 25.10.2010

Maldonado: Mit einem Bein im Williams-Cockpit

Das Management von Nico Hülkenberg kämpft um die Formel-1-Zukunft - Willi Weber mit Verständnis für finanzielle Zwänge - Negative Signale von Williams

Champion in der Formel BMW, Sieger für Deutschland in der A1GP, Meister in den Nachwuchsserien Formel-3-Euroserie und GP2 - Der Aufstieg von Nico Hülkenberg war in den vergangenen Jahren vorbildlich. Nun könnte der Emmericher jedoch einen herben Dämpfer erhalten. Zwei Jahre lang wurde Hülkenberg von Williams aufgebaut und ausgebildet, doch nach nur einem Jahr im Renncockpit könnte schon wieder Schluss sein.

Zwei Rennen vor dem Ende der aktuellen Saison stehen für den 23-Jährigen 18 WM-Punkte zu Buche. Williams hatte sich vom deutschen Talent mehr erwartet. Die schwankenden Leistungen des Youngsters öffneten einem anderen die Williams-Tür: Pastor Maldonado. Der GP2-Champion aus Venezuela soll mit reichlich Sponsorgeld den Platz von Hülkenberg einnehmen.

"Es wäre toll, wenn der Deal noch vor Abu Dhabi fixiert würde, denn dann könnte ich gleich an den ersten Tests mit meinem neuen Team teilnehmen", so der Venezuelaner vor rund einem Monat. Nun hat sich der Wunsch erfüllt. Williams bestätigte, dass Maldonado im Anschluss an das letzte Saisonrennen in Abu Dhabi im Rahmen der Young-Driver-Days im FW32 sitzen wird.

"Es sieht nicht gut aus", heißt es auf Nachfrage von 'Motorsport-Total.com' aus dem Umfeld von Hülkenberg. Das Management des Emmerichers setzt alles daran, den Platz des Schützlings in der Formel 1 zu sichern, doch die Vorzeichen sind alles andere als positiv. Maldonado wird wohl im November eine Art Eignungstest absolvieren.

"Nico ist kein bisschen 'schon draußen', wie bereits gemutmaßt wurde", beschwichtigt Hülkenberg-Manager Willi Weber gegenüber der Agentur 'dpa'. Die Gespräche mit Williams dauern an, aber es gibt offenbar auch Alternativen für den Notfall. "Es ist extrem wichtig, dass Nico 2011 in der Formel 1 ein Renncockpit bekommt", sagt Weber.

Die Williams-Verantwortlichen hatten in den vergangenen Monaten mehrfach betont, dass man mit dem Duo Barrichello/Hülkenberg glücklich sei, einzig die Bestätigung für 2011 blieb aus. Maldonado und seine rund elf Sponsormillionen des Mineralölkonzerns PDVSA wurden angesichts der drohenden finanziellen Lücke bei Williams immer wichtiger.

"Die Geschäftsführung um Adam Parr hat eine große Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern und muss sich mit oberster Priorität um das Wohl des Teams kümmern", sagt Weber und äußert somit sogar Verständnis für den Abwägungsprozess bei Williams. "Es gibt auch Alternativen. Die Topteams sind zwar zu, doch bei vielen anderen Rennställen herrscht noch Ungewissheit", gibt sich Hülkenberg gelassen.

Fotoquelle: Williams

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