Fernando Alonso geht als Favorit auf den Titel in die beiden Finalrennen

Formel 1 2010

— 26.10.2010

Titelkandidaten rechnen mit Showdown in Abu Dhabi

Fernando Alonso will von der mathematischen Chance auf einen vorzeitigen Titelgewinn in Brasilien nichts wissen: "Wenn Red Bull das Flugzeug verpasst..."

Die Formel-1-Saison 2010 bleibt fesselnd bis zum Finale. Nur noch zwei Rennen stehen auf dem Plan. Fernando Alonso hat nach seinem Sieg in Südkorea nun die beste Ausgangsposition, doch weder die Red-Bull-Piloten noch das McLaren-Duo haben den Titelkampf aufgegeben. Der Vorsprung des Spaniers beträgt elf Zähler auf Mark Webber, auf den viertplatzierten Sebastian Vettel sind es sogar 25 Punkte - klingt nach viel, ist es aber nicht.

"Es wird sich erst in Abu Dhabi entscheiden", meint Martin Whitmarsh. Der McLaren-Teamchef sieht zumindest noch seinen Schützling Lewis Hamilton im WM-Rennen. Jenson Button hat hingegen schlechte Karten. Bei nunmehr 42 Punkten Abstand zu Alonso muss der amtierende Champion nun entweder auf ein Wunder hoffen, oder sich ab sofort in den Dienst seiner Mannschaft stellen, um wenigstens Teamkollege Hamilton zu unterstützen.

Sollte sich in Interlagos der gleiche Zieleinlauf wie in Yeongam ergeben, stünde Alonso bereits vorzeitig als neuer Titelträger fest. "Das stimmt", nickt der Spanier und fügt lachend in der Zeitung 'La Stampa' hinzu: "Wenn Red Bull das Flugzeug nach Brasilien verpasst, dann ist das auch ein Weg, vorzeitig den Titel zu gewinnen." Von solch theoretischen Szenarien will der neue Ferrari-Star absolut nichts wissen.

"Red Bull hat uns gezeigt, dass sie schneller sind. Das wird in Brasilien und Abu Dhabi ähnlich sein", mahnt der WM-Führende in der Zeitung 'El Pais'. "Wir brauchen weitere technische Fortschritte für mehr Konkurrenzfähigkeit. Wir müssen es auf das Podest schaffen. Es geht darum, schnell zu sein und konstant. Aber man braucht auch etwas Glück." Alonso weiß genau, dass ihm Ähnliches passieren kann wie Vettel zuletzt.

Die Motoren haben Ferrari zu Saisonbeginn Sorgen bereitet, zuletzt liefen die italienischen Pferde allerdings klaglos. Alonso hat für die verbleibenden zwei Rennen noch drei Motoren zur Verfügung, die jeweils erst in zwei Rennen zum Einsatz kamen. Die Maximallaufleistung liegt bei drei Grands Prix - also alles im grünen Bereich. Aber: Alle Titelkonkurrenten haben noch Triebwerke in der Hinterhand, die nur eine einzige Renndistanz auf dem Buckel haben.

"Der Sieg in Südkorea hat einzig dafür gesorgt, dass ich garantiert bis Abu Dhabi Titelchancen habe", erklärt der Spanier gelassen. Er ist sich bewusst, dass beim Doppelausfall von Red Bull in Yeongam das Rennglück in seine Karten spielte - mit sportlicher Dominanz hatte es jedenfalls nichts zu tun. Webber und Vettel sind sich - trotz der Rückschläge - dieser Tatsache ebenfalls bewusst. Man werde nun zwei Doppelsiege in Angriff nehmen, so der Tenor.

Ob sich Red Bull dabei auf die Seite eines einzigen Fahrers stellen wird, ist derzeit noch unklar. Zwar bekräftigte Teamchef Christian Horner zuletzt immer wieder, dass die beiden Piloten weiterhin freie Fahrt hätten, aber den "Bullen" droht ein ähnliches Schicksal wie McLaren 2007. Damals stritten sich Alonso und Hamilton, der damalige Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen war letztlich der lachende Dritte. "Sie müssen jetzt endlich ihren Vorteil daraus ziehen, dass sie das beste Auto haben", sagt Ex-Grand-Prix-Star Jean Alesi gegenüber 'CNR Media'.

"Ich bezweifle, dass sie im kommenden Jahr noch einmal so weit vorne sein werden. Sie haben diese Saison also verbockt, sie haben eine große Chance ausglassen", meint der Franzose, der Alonso nun auf dem sicheren Weg zum Titel sieht. "Wenn ein Champion wie Alonso mit solchem Vorsprung in die Finalrennen geht, dann lässt er sich das nicht mehr nehmen", stimmt Ex-Benetton-Teammanager Joan Villadelprat in der Zeitung 'El Pais' zu.

Fotoquelle: xpb.cc

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