Nach dem Titelgewinn: Davide Rigon hofft auf einen Anruf aus der Formel 1

Formel 1 2010

— 27.10.2010

Nach Superleague-Titel: Rigon will in die Formel 1

Davide Rigon schielt nach seinem zweiten Titel in der Superleague nun auf ein Cockpit in der Formel 1: "Ich bin in allen Belangen bereit"

Es gab Jahre in der Königsklasse, da kam nahezu das halbe Starterfeld aus Italien. Doch die Zeiten haben sich deutlich verändert. Mit Vitantonio Liuzzi und Jarno Trulli sind im Augenblick nur noch zwei Italiener in der Formel 1 vertreten, noch ist unklar, ob diese beiden Piloten auch im kommenden Jahr noch dabei sein werden.

Italien sucht derzeit den Nachwuchs, der es in den kommenden Jahren bis in die Königsklasse schaffen könnte. Ferrari hat ein Juniorprogramm aufgelegt, dessen Früchte man aber frühestens in einigen Jahren wirklich ernten kann. Jules Bianchi gilt zwar als großes Talent, aber der GP2-Pilot hat einen französischen Pass. Die italienischen Farben könnte in Zukunft möglicherweise Davide Rigon vertreten.

Der 24-Jährige feierte am vergangenen Wochenende seinen zweiten Titelgewinn in der Superleague und schielt nun auf die Formel 1. "In meiner Kategorie hatte ich es mit richtigen Profis und Champions zu tun. Daher hat mein Titel auch eine erhebliche Bedeutung", sagt Rigon, der in der Superleague den 750 PS starken Wagen vom belgischen Traditionsverein RSC Anderlecht bewegte.

"Ich will meinen Erfolg nun genießen, und ich hoffe, dass ich mal einen Anruf aus der Formel 1 bekomme. Vielleicht kann ich nach Saisonschluss an den Testfahrten in Abu Dhabi teilnehmen", so der Superleague-Meister, der schon 2008 an der Spitze stand. "Ich habe gezeigt, dass ich in allen Belangen bereit bin. Die Superleague ist eine starke Serie, nicht nur wegen der guten Fahrer, sondern auch wegen der Abläufe."

"Du darfst dir schon im Qualifying nicht den geringsten Schnitzer erlauben. Die Startaufstellung für Rennen zwei ist die umgekehrte Reihenfolge des Zieleinlaufs vom ersten Durchgang. Das bedeutet, dass du entschlossen zu Werke gehen musst, wenn du von ganz hinten nach vorne fahren willst", erklärt der 24-Jährige. "Kein Wochenende ist wie das andere, auch die Strategie spielt eine große Rolle."

Ob Rigon tatsächlich eine Chance bekommen wird, steht derzeit in den Sternen. Fest steht indes, dass einige Teams ihre Testpläne für die Young-Driver-Days in Abu Dhabi noch nicht endgültig fixiert haben - sogar bei Ferrari bestünde theoretisch die Möglichkeit für einen Einsatz. Rigon hatte sich nach seinem Superleague-Titel 2008 in der GP2 versucht, dort aber nur mäßige Erfolge verbucht.

Fotoquelle: GP2/LAT

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