Der Motorschaden konnte erst nach einer eingehenden Analyse geklärt werden

Formel 1 2010

— 28.10.2010

Pleuel kollabiert: Vettel-Motorschaden geklärt

Ein kaputtes Pleuel dürfte Sebastian Vettels Motorschaden in Südkorea ausgelöst haben - Renault tappt über die Ursache im Dunkeln

Zuerst wurde ein Schaden am Ventiltrieb als mögliche Ursache für den Motorschaden von Sebastian Vettel in Südkorea gehandelt, doch inzwischen hat sich die erste Diagnose als falsch herausgestellt. Wie die Kollegen von autobildmotorsport.de berichten, soll ein Pleuel in Zylinder Nummer vier kollabiert sein.

Wie es dazu kommen konnte, ist noch unklar, denn das zuvor bereits in Hockenheim und Spa-Francorchamps eingesetzte V8-Aggregat zeigte keinerlei Auffälligkeiten und hatte laut Red-Bull-Teamchef Christian Horner auch erst 1.600 Kilometer absolviert. "Normalerweise schafft ein Motor inklusive Testläufe ungefähr 2.000 Kilometer", sagt Horner, relativiert aber: "Renneinsatz wäre das ohnehin der letzte gewesen."

Somit sollte der Motorschaden am Ende der 45. Runde des Rennens am vergangenen Sonntag keine gravierenden Auswirkungen auf Vettels weitere Saisonplanung haben, denn beim Grand Prix von Brasilien wäre ohnehin jener Motor zum Einsatz gekommen, der davor schon in Italien und Singapur im Einsatz war. Dieser hat derzeit 1.066 Kilometer auf dem Buckel. Das bedeutet allerdings: Vettel wird sein Trainingspensum einschränken müssen.

Zumindest rechnet Horner nicht mit einer Strafe für den Einsatz eines neunten Motors: "Hoffentlich wird es einen vernachlässigbaren Effekt haben. Ich hoffe, dass er genug Laufleistung übrig hat, um bis zum Ende des Jahres unbeeinträchtigt zu fahren", so der Brite über Vettels Motorschaden in Südkorea. "Dieses Wochenende war es schon ein bisschen knapp, weshalb er im Training nur wenige Runden gefahren ist, aber es ist natürlich keine ideale Situation."

Vettel selbst hat übrigens vor dem tatsächlichen Auftreten des Defekts "gar nichts" gespürt: "Ausgangs Kurve 14 habe ich die rechte Zylinderreihe komplett verloren. Ich bin dann noch zwei Kurven mit vier Zylindern gefahren, aber die Power war schon weg. Ich hatte starke Vibrationen und dann war es eine Frage der Zeit, bis ich anhalten musste." Auch Renault ist offenbar ratlos, warum das Pleuel kaputt gegangen ist.

Fotoquelle: xpb.cc

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