Noch ist nicht klar, wohin die Reise von Brendon Hartley im Motorsport führt

Formel 1 2010

— 31.10.2010

Hartley: "Die Reise ist noch lange nicht vorbei"

Der Neuseeländer Brendon Hartley hat im Sommer seinen Platz im Red-Bull-Nachwuchskader verloren - Seither kämpft er um seine Zukunft

Die Saison 2010 war für Brendon Hartley ein Wendepunkt. Vier Jahre lang war der Neuseeländer im Nachwuchsprogramm von Red Bull. Dabei arbeitete sich der 20-Jährige bis zum Test- und Ersatzpiloten von Red Bull und Toro Rosso empor. Daneben absolvierte er Rennen unter anderem in der Formel-3-Euroserie und der Renault-World-Series. Bereits 2009 stellte sich der sportliche Erfolg nicht mehr ein, denn mit der Tech-1-Mannschaft, die eine enge Verbindung zu Red Bull hat, gelang nur der 15. Platz in der Endabrechnung.

In der ersten Hälfte der abgelaufenen Saison fuhr Hartley ebenfalls unkonstant. Im Sommer wurde die Trennung von Red Bull bekannt gegeben. Seither organisiert der Nachwuchsfahrer seine Karriere neu. In Monza schied er bei seinem GP2-Debüt für Coloni in beiden Rennen aus. Nun steht noch Abu Dhabi auf dem Programm. Die Zukunft ist aber offen, obwohl Gespräche geführt werden. "Viele Leute treten in Kontakt mit mir, was natürlich großartig ist. Es besteht Interesse und ich muss mich beweisen", wird Hartley von 'nzherald.com' zitiert. "Die Dinge ändern sich in dieser Welt täglich."

"Es waren ganz andere Erfahrungen für mich", spricht der neuseeländische Hoffnungsträger die Zeit nach Red Bull an. "Ich glaube, ich bin sehr gereift. Es war aufregend aber auch stressig, um zu wissen was die Zukunft bereithält." Das Red-Bull-Nachwuchsprogramm fördert die Talente in allen Bereichen, aber sie dürfen nicht mit anderen Sponsoren zusammenarbeiten. Wenn ein Pilot wie Hartley das Programm verlassen muss, dann steht er vor einem Problem, denn in den vergangenen Jahren konnte er sich keine Basis mit anderen Sponsoren aufbauen.

So oder so muss sich ein Nachwuchspilot in Szene setzen, um für die Formel 1 attraktiv zu sein. In dieser Saison hat das für Hartley nicht geklappt. "In diesem Jahr war ich zeitweise mental nicht ganz da. Ich würde nicht sagen, dass ich die Dinge für garantiert gesehen habe. Ich war mir immer bewusst, dass ich meine Möglichkeiten nutzen muss. Vielleicht habe ich mich manchmal aber zu sicher gefühlt. Ich würde nie sagen, dass ich mit Red Bull nicht glücklich war, aber es ist nicht nach Plan gelaufen und vielleicht brauchte ich eine Veränderung."

Nun steht noch das Saisonfinale der GP2 in Abu Dhabi auf dem Programm. "Wenn es gut läuft, dann werden sich weitere Türen öffnen, aber es gibt schon einige offene Türen." Vor kurzem testete Hartley in der Renault-World-Serie für P1 in Barcelona und war dabei gleich der Schnellste. Für diese Mannschaft könnte er in der kommenden Saison fahren, wenn das Finanzielle geklärt ist.

Das Ziel für den 20-Jährigen ist klar: "Ich muss wieder fahren und einige Rennen gewinnen, aber das ist viel schwieriger als es sich anhört. Es war eine spezielle Reise für mich, die noch lange nicht vorbei ist."

Fotoquelle: xpb.cc

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