Die Experten räumen Mark Webber bessere Titelchancen ein als Sebastian Vettel

Formel 1 2010

— 02.11.2010

Lauda & Verstappen: Red Bull muss auf Webber setzen

Die früheren Formel-1-Piloten Niki Lauda und Jos Verstappen fordern eine Stallregie zugunsten von Mark Webber - Sebastian Vettel ohne Chance?

Fünf Fahrer kämpfen in den letzten beiden Saisonrennen 2010 um den Titel, doch nur einer von ihnen kann schon beim Grand Prix in Brasilien alles klar machen: Hat Fernando Alonso (Ferrari) nach dem Wochenende in Interlagos einen Vorsprung von mehr als 25 Punkten, ist ihm der Titel nicht mehr zu nehmen. Die restlichen vier Piloten müssen auf ihre Chance hoffen und eben diese maximieren.

Der dreimalige Formel-1-Weltmeister Niki Lauda sieht allerdings nur noch drei Fahrer im Rennen um die WM-Krone und schreibt Sebastian Vettel ab. Der junge Deutsche weist schon jetzt 25 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Alonso auf. Sein Teamkollege Mark Webber rangiert mit elf Zählern Abstand zur Tabellenführung auf dem zweiten Platz - und hat damit deutlich bessere WM-Karten.

Aufgrund dieser Ausgangslage gibt es für Lauda nur eine logische Schlussfolgerung: "Bei Red Bull muss die Stallorder her. Wenn sie jetzt nicht auf Mark Webber setzen, stehen sie am Ende womöglich ohne Titel da", wird der Österreicher von 'Bild.de' zitiert. "Da müsste Vettel durch", gibt Lauda vor dem Brasilien-Rennen zu Protokoll und merkt an: "Stallorder darf aber kein Beschiss am Zuschauer sein."

Der ehemalige Formel-1-Fahrer Jos Verstappen sieht das nicht anders. Die frühere Nummer zwei von Michael Schumacher bei Benetton hält die Saison von Vettel ebenfalls für gelaufen: "Es ist unglücklich für Vettel, der zehn Runden vor dem Ende des Grand Prix' in Südkorea schon dachte, WM-Führender zu sein. Bei seinem Motorschaden sind auch seine Titelträume buchstäblich in Rauch aufgegangen."

"Das ist schade, ändert aber nichts an den Tatsachen", schreibt Verstappen in seiner Kolumne beim 'Telegraaf'. "Fernando Alonso, Mark Webber und Lewis Hamilton werden um den Titel kämpfen. Für mich ist der Traum von Vettel seit Südkorea ausgeträumt. Natürlich hat er noch eine mathematische Chance, doch eigentlich sollte das österreichische Formel-1-Team nun alles auf Webber setzen."

"Er liegt 'nur' elf Punkte hinter Alonso zurück und hat eine wesentlich realistischere Chance, den Titel zu gewinnen", meint Verstappen. "Red Bull muss in dieser Phase der Meisterschaft einige wichtige Entscheidungen treffen. Sie haben sich aber selbst in diese knifflige Situation manövriert", erläutert der niederländische Ex-Rennfahrer. Vettel sei seit jeher der heimliche Nummer-eins-Pilot gewesen.

Die Konkurrenz aus Maranello habe die Weichen für den Endspurt des Jahres schon weitaus eher gestellt: "Ferrari hat diese Entscheidung bereits getroffen", sagt Verstappen im Hinblick auf den Platztausch von Hockenheim. "Sie setzen alles auf Alonso und das ist richtig. Alonso ist im Vergleich zu Massa der bessere und komplettere Fahrer. Und seit Südkorea ist er der Topfavorit auf den Titel."

Fotoquelle: Red Bull/Getty

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