Felipe Massa soll Ferrari dabei helfen, 2010 beide Formel-1-WM-Titel einzufahren

Formel 1 2010

— 02.11.2010

Ferrari: "Wir müssen vorsichtig sein"

Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali schwört seine Mannschaft auf den Titelkampf ein - Fernando Alonso und Felipe Massa wollen in Brasilien kräftig punkten

Die beiden WM-Titel sind das erklärte Ziel: Ferrari möchte sich beim Großen Preis von Brasilien darauf konzentrieren, mit beiden Autos eine solide Leistung zu zeigen, um im Endspurt der Saison 2010 weitere wichtige Punkte abzugreifen. Sowohl Fernando Alonso als auch Felipe Massa nehmen in Interlagos Kurs auf den Sieg - Ausfälle will Ferrari beim Südamerika-Event allerdings vermeiden.

Teamchef Stefano Domenicali schwört seine Mannschaft daher auf ein gutes Abschneiden ein: "Es ist unwahrscheinlich, dass dieses Rennen über den Ausgang des Titelkampfes entscheiden wird", meint der Italiener. "Nichtsdestotrotz ist es ein wichtiger Grand Prix. Würde man dort einige wertvolle Punkte verlieren, wäre Abu Dhabi eine viel schwierigere Aufgabe", stellt das Ferrari-Teamoberhaupt heraus.

"Das Team wird diese letzten Wochen der Saison mit der richtigen Einstellung angehen. Wir haben die Stärken unserer Rivalen von Red Bull und McLaren im Hinterkopf. Wir haben gesehen, wie kompliziert die Rennen im Saisonverlauf waren. Das bedeutet, wir müssen sehr vorsichtig sein", sagt Domenicali und merkt an: "Der F10 wird einige kleinere Updates auf aerodynamischer Seite erhalten."

Domenicali setzt auch auf Massa

"Das ist aber nichts Bedeutsames, denn die Zuverlässigkeit wird den Unterschied ausmachen. Man muss die Rennen beenden, ohne Punkte zu verlieren", erklärt Domenicali. "Ich denke, der F10 kann in Brasilien konkurrenzfähig sein. Die relativen Stärken haben wir in den vergangenen Rennen gesehen. Red Bull wird sicherlich erneut sehr schnell sein. Auch McLaren könnte Neuerungen am Start haben."

"Wir werden jedenfalls in diesem Kampf mitmischen", gibt der Ferrari-Teamchef zu Protokoll. Domenicali setzt dabei nicht zuletzt auf Lokalmatador Massa. "Ich kenne ihn sehr gut und bin sicher: Er wird besonders motiviert sein, gut abzuschneiden. Er will seinen Fans zeigen, was er leisten kann. Ich erwarte von ihm, dass er ganz vorne mitmischt und alles gibt, um zu siegen", meint Domenicali.

"Felipe wird sehr schnell sein. Genau das brauchen wir im Augenblick, um unsere Ziele zu erreichen." Massa selbst freut sich auf sein Heimrennen: "Das war der Event, den ich im vergangenen Jahr am meisten vermisst habe, als ich aufgrund meines Unfalls in Budapest in der Schlussphase der Saison 2009 pausieren musste. Es wäre schön, nun wieder auf die Siegerstraße einzubiegen."

Alonso ist auf das Punktesammeln aus

"Das wäre im Hinblick auf die beiden Gesamtwertungen besonders wichtig", erklärt der Brasilianer. Domenicali zählt freilich auch auf Alonso, der als einziger der fünf Titelkandidaten bereits an diesem Wochenende alles klar machen kann. Doch darauf ist man bei Ferrari nicht aus: "Fernando wird das Rennen in Interlagos genau so angehen, wie schon die zurückliegenden Grands Prix."

"Das heißt: Er wird eine große Entschlossenheit an den Tag legen und im Hinterkopf haben, dass eine Zielankunft das Wichtigste überhaupt darstellt. Das würde ihm im Normalfall - und sollte nichts Unvorhersehbares geschehen - eine Menge Punkte bescheren", sagt Domenicali. Alonso bestätigt: "Wir nehmen dieses Rennen mit derselben Einstellung in Angriff, wie zuletzt die anderen Events."

"Wir konzentrieren uns auf unsere eigene Arbeit und sind entschlossen, jede Möglichkeit maximal auszuschöpfen. Uns ist klar: Erst nach dem letzten Saisonlauf in Abu Dhabi werden die Punkte addiert", meint der Spanier. "Interlagos ist eine sehr interessante Strecke, die oftmals für spektakuläre Rennen sorgt. Das Wetter kann dort sehr wechselhaft sein, was eine wichtige Rolle spielen könnte."

Brasilien: Erinnerungen werden wach...

"Wir müssen auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Bei einer so kurzen und schnellen Strecke, werden die Abstände noch geringer ausfallen. Viele Fahrer werden innerhalb weniger Zehntel liegen", vermutet Alonso. Domenicali hätte gewiss nichts dagegen, an die erfolgreiche Ferrari-Historie in Brasilien anzuknüpfen. "Beste Erinnerungen" habe er vor allem an das Formel-1-Rennen 2007.

"Das war der letzte Event dieses Jahres und wir gingen mit einem Rückstand in dieses Rennen. Dass Kimi schließlich den Fahrertitel eroberte und wir mit ihm und Felipe die Konstrukteurswertung gewannen, war aus sportlicher Sicht einfach denkwürdig. Die schlimmsten Erinnerungen habe ich an 2008. Ich würde es als 'die letzte Kurve von Felipe' beschreiben", so der Teamchef der Roten.

"Als er über die Linie kam, war er Weltmeister. Leider ging der Titel nur wenige Sekunden später an Lewis. Das war ein schwieriger Moment für Felipe und das Team. Felipe kurz nach dem Rennen auf dem Podium und die beeindruckende Selbstkontrolle von ihm und unserem Team zu sehen, war außergewöhnlich. Dabei wurde die Sportlichkeit von Ferrari und Felipe unter Beweis gestellt."

Fotoquelle: xpb.cc

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