Bernie Ecclestones Herz schlägt wohl am ehesten für Sebastian Vettel

Formel 1 2010

— 04.11.2010

Ecclestone wünscht sich einen Red-Bull-Weltmeister

Bernie Ecclestone hofft 2011 auf fünf Weltmeister im Feld - Alexander Wurz und Hans-Joachim Stuck tippen hingegen auf Fernando Alonso

Nicht weniger als vier Weltmeister tummeln sich derzeit im Formel-1-Starterfeld: Jenson Button (2009), Lewis Hamilton (2008), Fernando Alonso (2005/06) und Michael Schumacher (1994/95 sowie 2000/01/02/03/04). Sollte sich dieses Jahr einer der beiden Red-Bull-Piloten durchsetzen, wären es nächstes Jahr schon deren fünf.

Genau das ist der Wunsch von Bernie Ecclestone, der genau weiß, dass sich eine Königsklasse mit fünf Champions noch besser vermarkten lässt: "Wir hätten dann fünf Weltmeister", sagt er im Hinblick auf den möglichen Schub für die TV-Zahlen, insbesondere natürlich in Australien (Mark Webber) oder Deutschland (Sebastian Vettel). Doch damit Red Bull dieses Jahr den Fahrertitel gewinnen kann, ist nach Meinung vieler Experten eine Stallorder erforderlich.

"Sie sind fast gezwungen, Teamorder zu machen - für Webber und gegen Vettel", sagt zum Beispiel Ex-Grand-Prix-Pilot Alexander Wurz gegenüber der 'APA'. "Trotzdem werden sie es wahrscheinlich nicht machen." Der Österreicher findet: "Die Punkte, die einem der Teamkollege weggenommen hat, fehlen einem irgendwann. Aus sportlicher Sicht ist es cool, aber wirtschaftlich und unemotional betrachtet ist es ein Nachteil. Red Bull könnte sonst schon Weltmeister sein."

Wurz glaubt auch nach wie vor Pro-Vettel-Tendenzen bei Red Bull auszumachen, denn: "Webber hat sich diese Gleichberechtigung erst erkämpfen müssen. Er hat sie ihnen mit seinen Leistungen regelrecht aufgezwungen." Wäre Vettel eine solche Saison gefahren, wäre er bereits die unumstrittene Nummer eins, mutmaßt der zweifache Le-Mans-Sieger, der die Formel 1 heute nur noch als TV-Experte begleitet.

Wurz' WM-Tipp lautet Alonso, "weil er die meisten Punkte hat". Eine Einschätzung, die 'Motorsport-Total.com'-Experte Hans-Joachim Stuck teilt: "Alonso ist noch nicht sicher, aber ich sehe ihn als klaren Favoriten", so der 59-Jährige. "Sein Vorteil ist, dass er jetzt keinen wirklichen Druck hat. Er kann ordentlich angasen und hat in Massa einen guten Helfer im Team. Bei Ferrari sind die Rollen fest verteilt, was sein klarer Vorteil ist."

Doch Stuck schreibt auch Vettel, der ohne den Motorschaden in Yeongam jetzt die Gesamtwertung anführen würde, stattdessen aber 25 Punkte Rückstand hat, noch nicht ab: "Auch Vettel kann natürlich noch Weltmeister werden. Man hat ja bei Webber in Südkorea gesehen, was alles in der Formel 1 passieren kann", analysiert der ehemalige Formel-1-Pilot. "Aber insgesamt sehe ich Alonso klar in der Favoritenrolle."

Fotoquelle: xpb.cc

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