Sebastian Vettel holte sich die erste Bestzeit in Interlagos

Formel 1 2010

— 05.11.2010

Vettel dominiert Auftakt in São Paulo

Mit einer halben Sekunde Vorsprung drückte Sebastian Vettel der ersten Session seinen Stempel auf - Fernando Alonso mit technischem Defekt

Mit 4,309 Kilometer Länge und lediglich gut 70 Fahrsekunden ist das Autódromo José Carlos Pace eine der kürzesten Strecken im Formel-1-Kalender. Umso beeindruckender der Auftakt von Sebastian Vettel beim diesjährigen Grand Prix von Brasilien, denn der Red-Bull-Pilot sicherte sich mit nicht weniger als 0,482 Sekunden Vorsprung die Bestzeit.

Vettel, in der Weltmeisterschaft 25 Punkte hinter Spitzenreiter Fernando Alonso (Ferrari), umrundete den Kurs in 1:12.328 Minuten und benötigte dafür nur 23 Runden, also um fünf weniger als sein Teamkollege Mark Webber, der Zweiter wurde. Erfreulich: Red Bull erlebte reibungslose eineinhalb Stunden zum Auftakt in Interlagos, wohingegen WM-Leader Alonso in der letzten Minute des Vormittags einen schweren Rückschlag erlitt.

Der Spanier (+1,918) rollte an 13. Stelle liegend ausgangs Senna-S aus, verlor Motorleistung und konnte die Situation auch nicht retten, indem er die Gänge nach oben durchschaltete. Bereits zuvor hatte Ferrari via Twitter ausrichten lassen, dass man "noch einiges an Arbeit" vor sich habe, "um das Setup beider Fahrer zu verbessern". Denn auch Felipe Massa (+1,939) klagte über Untersteuern und landete auf dem enttäuschenden 14. Rang.

Immerhin: Alonsos Motor wäre nach dieser Session ohnehin gewechselt werden, sodass sich der Schaden in Grenzen hält. Das gilt auch für die Sauber-Crew, der schon der Schreck in die Glieder gefahren sein dürfte, als Kamui Kobayashi (11./+1,676) Sekunden nach dem Alonso-Defekt mit Reifenschaden von der Strecke rutschte. Der Japaner, um vier Tausendstelsekunden langsamer als Teamkollege Nick Heidfeld (10.), hatte aber Glück und schlug nirgendwo ein.

Wirklich mit Vettel mithalten konnte niemand, am ehesten in Red-Bull-Reichweite waren aber noch die McLarens: Lewis Hamilton belegte nach einem Umbau seiner Hinterradaufhängung wegen Übersteuerns mit 0,517 Sekunden Rückstand den dritten Platz, Jenson Button wurde mit 0,939 Sekunden Rückstand Vierter. Die beiden fuhren zu Beginn der Session zur Erprobung neuer Teile gleich mehrere Installationsrunden hintereinander.

Robert Kubica (Renault/+1,042) wurde Fünfter, gefolgt von Nico Rosberg (Mercedes/+1,188), Rubens Barrichello (Williams/1,218) und Michael Schumacher (Mercedes/+1,315). Letzterer klagte zwischendurch über Bremsprobleme, was an einer Überhitzung der Vorderachse lag. Mit Adrian Sutil (Force India/+1,590) und Heidfeld schafften zwei weitere Deutsche den Sprung in die Top 10. Nico Hülkenberg (Williams/+1,827) wurde Zwölfter.

Für den ersten Dreher der Session sorgte Jaime Alguersuari (Toro Rosso/17./+2,290) im Senna-S, den schwerwiegendsten Crash verursachte aber Vitaly Petrov (15./+2,042): Der teamintern in der Kritik stehende Russe verlor in der Ferradura-Kurve die Kontrolle über seinen Renault, steuerte zu stark gegen, rutschte weg und schlug rechts vorne hart in die Reifenstapel ein. Die Frontpartie seines Boliden wurde dabei stark beschädigt.

Bei den neuen Teams gab über weite Strecken Lotus den Ton an, Timo Glock (Virgin/20./+3,532) konnte die grün-gelben Boliden aber zumindest splitten. Bei HRT behielt indes Christian Klien klar die Oberhand: Der Österreicher war um mehr als eine halbe Sekunde schneller als Bruno Senna, der sich gerade in Interlagos ein gutes Ergebnis wünschen würde. Doch auf den Spuren seines berühmten Onkels Ayrton fahren vorerst noch andere...

Fotoquelle: xpb.cc

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