Von Journalisten umringt: Sebastian Vettel nach dem Freien Training

Formel 1 2010

— 05.11.2010

Vettel: "Bin nicht hundertprozentig zufrieden"

Trotz seiner souveränen Bestzeit glaubt Sebastian Vettel, dass er sich für Qualifying und Rennen in São Paulo noch steigern kann

0,104 Sekunden vor dem Teamkollegen, 0,360 Sekunden vor dem Rest der Welt: Für Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel begann das Rennwochenende in São Paulo heute genau nach Wunsch. Doch trotz seiner starken Performance ist der Deutsche davon überzeugt, dass er sich weiter steigern kann, wenn es wirklich drauf ankommt.

Frage: "Sebastian, platzt man nach so einer Trainingsbestzeit vor guter Laune?"
Sebastian Vettel: "Nein. Heute ist Freitag - da geht es um die 'goldene Ananas', aber nicht um mehr. Vorne zu stehen, ist kein schlechtes Zeichen, aber viel wichtiger ist, dass man am Samstag- und Sonntagnachmittag ganz vorne steht. Schauen wir mal, was die anderen gemacht haben, denn ich habe deren Zeiten noch nicht studiert, vor allem nicht die Longruns. Am Ende der Session ist es immer hektisch, weil alle rausgehen, um den letzten Run zu fahren, also muss ich mir das erst anschauen. Aber es sieht nicht so schlecht aus."

Frage: "Was kann dich denn noch stoppen?"
Vettel: "Bis jetzt sind wir ganz gut unterwegs. Ich bin noch nicht hundertprozentig zufrieden - ich denke, wir können uns noch ein bisschen steigern. Dann schauen wir mal. Es gibt immer viel Unvorhersehbares, was passieren kann. Wichtig ist, dass man bestens vorbereitet ist, damit man bestens reagieren kann."

Frage: "Könnt ihr wirklich noch Pace finden? Meinst du damit Rennpace?"
Vettel: "Ein bisschen von beidem. Insgesamt bin ich mit der Balance nicht hundertprozentig zufrieden. Da können wir noch ein paar Dinge verbessern und dann sollte ich dazu in der Lage sein, sowohl im Quali- wie auch im Renntrimm noch ein bisschen schneller zu fahren. Das ist das Ziel."

Frage: "Deine gute Laune ist auffällig. Ist das Galgenhumor, Lachpulver oder etwas, was wir nicht wissen?"
Vettel: "Es gibt kein Geheimnis. Wie schon gesagt: Ich habe Spaß, bin gut drauf, die Strecke macht mir Spaß und das Auto liegt ganz gut. Ich kann mich nicht beschweren."

Frage: "Dein Chef Dietrich Mateschitz setzt auf Sport statt auf Strategie. Inwieweit verfolgst du diese Aussagen?"
Vettel: "Ganz ehrlich interessiert mich das im Moment überhaupt nicht, denn wir haben Freitagnachmittag und noch einiges am Auto zu tun. Das ist im Moment wichtiger als sich über den Sonntag oder den nächsten Sonntag den Kopf zu zerbrechen. Aber von Anfang der Saison bis jetzt hat sich nichts geändert, zumindest für uns teamintern. Für die Leute von außen vielleicht ein bisschen - die erwarten, dass man jetzt irgendetwas sagt, aber es gibt leider immer noch nichts zu sagen."

Frage: "Was sagst du zu Mark Webbers Statement, wonach er menschlich nur die Nummer zwei im Team sei?"
Vettel: "Ich weiß nicht. Die Atmosphäre im Team ist in Ordnung. Wir ziehen unser Ding durch und konzentrieren uns auf das Auto, auf das Setup - da wollen wir uns so gut wie möglich aufstellen. Morgen ist Regen sehr wahrscheinlich. Das zählt."

Fotoquelle: xpb.cc

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