Alonso hofft, dass er die Nicht-Red-Bull-Konkurrenz hinter sich halten kann

Formel 1 2010

— 05.11.2010

Ferrari: Nachsitzen für die Pole-Position

Mit dem Longrun-Tempo sind die Italiener zufrieden, für die Pole-Position reicht der Speed des Autos jedoch noch nicht

Fernando Alonso konnte am Freitag in São Paulo nicht ganz mit den beiden Red-Bull-Piloten mithalten. Auf der dritten Position liegend hatte der WM-Führende 0,360 Sekunden Rückstand zu verzeichnen. Teamkollege Felipe Massa war mit 0,709 Sekunden Abstand auf die Spitze auf Position fünf zu finden. Beide Piloten hatten mit technischen Problemen zu kämpfen, die sie etwas Trainingszeit kosteten.

"Wie üblich ist es sehr schwierig, nach den beiden Freien Trainings am Freitag irgendwelche Schlüsse zu ziehen", so Alonso. "Fakt ist, dass die Red Bull an den vergangenen sechs oder sieben Freitagen immer dominant waren, aus diesem Grund gab es heute keine Überraschungen. Selbst wenn wir es geschafft haben, die Pole zu holen, waren sie am Tag zuvor sehr konkurrenzfähig."

"Für uns wird es wichtig sein, vor den McLaren und den anderen Teams zu bleiben, welche auf dieser Strecke mit von der Partie sein könnten. Damit meine ich Renault, Williams und Mercedes. Hinzu kommt, dass der Wetterbericht für morgen Regen vorhersagt, alles kann passieren. Es wird entscheidend sein zu verstehen, wann und auf welchem Reifen man auf die Strecke geht, um eine Zeit zu markieren."

"Wir haben am Auto ein paar Updates eingeführt, welche einen positiven Schritt darzustellen scheinen, selbst wenn wir die Daten noch im Detail analysieren müssen. Der Motorwechsel zwischen den beiden Einheiten war schon Teil des heutigen Programmes, aus diesem Grund habe ich in Wirklichkeit lediglich ein paar Runden verloren, nicht mehr."

"Ich kam in der zweiten Kurve neben die Ideallinie und bin ziemlich stark über einen Randstein gefahren", so Massa. "Ich habe sofort bemerkt, dass die Kupplung gelöst wurde, und ich war nicht mehr in der Lage, irgend einen Gang einzulegen um zu versuchen, zurück an die Box zu kommen."

"So etwas ist mir zuvor noch nie passiert. Erst, als wir das Auto zurück in der Garage hatten, entdeckten wir, dass es sich um ein elektrisches Problem gehandelt hat. Das war schade, denn ich war auf meinem ersten Versuch auf den weichen Reifen, und ich musste noch vollständig verstehen, wie sie funktionieren."

"Alles in allem habe ich das Gefühl, dass wir an diesem Wochenende konkurrenzfähig sein können. Mit Sicherheit sind die Red Bull sehr stark, ebenso wie die McLaren. Es soll morgen regnen, und auf einer nassen Strecke kann alles passieren."

"Ich erwarte mit den Reifen keine speziellen Probleme, da ihr Verhalten zu unseren Erwartungen zu passen scheint. Es stimmt, dass ich auf den weichen Reifen keinen Longrun gefahren bin, aber die ersten Eindrücke sind, dass sie ebenfalls konstant sind."

"Die brasilianischen Zuschauer sind unglaublich, sie singen und tanzen den ganzen Tag lang! Sie sind in Bezug auf die Formel 1 sehr leidenschaftlich, und für einen Fahrer, der von hier ist, ist es ein großartiges Vergnügen, vor diesen Fans zu fahren. Das verleiht einem zusätzliche Motivation, alles zu geben, um sie glücklich zu machen."

"Ich würde sagen, dass es unter der Sonne nichts Neues gibt, selbst hier in Brasilien", so Teamchef Stefano Domenicali. "Die Hackordnung scheint jene zu sein, viele sie während diesem Teil der Saison gesehen haben. Red Bull hat definitiv einen kleinen Vorteil, besonders auf der ersten Runde."

"Die Vorhersage für morgen lautet jedoch auf Regen, aus diesem Grund wird das Qualifying sogar noch schwieriger. Weitere Faktoren abgesehen von der puren Geschwindigkeit des Autos und des Fahrers werden auch in Betracht gezogen. Mehr als jemals zuvor wird es wichtig sein, einen kühlen Kopf zu bewahren und sich zu konzentrieren, um mit den variablen Bedingungen umgehen zu können, welche sehr wahrscheinlich auftauchen könnten."

"Das war ein ziemlich durchschnittlicher Tag, abgesehen von den zwei kleinen Problemen, die wir hatten, zunächst an Fernandos Auto dann an Felipes", so Chefingenieur Chris Dyer. "Der Motor in Auto Nummer acht hatte das Ende seines Lebenszyklus erreicht, wir haben praktisch also nichts verloren. Felipe hatte ein Problem, das mit der Elektrik zu tun hatte, dem Schalter, der die neutrale Stellung kontrolliert, welche die Kupplung löst."

"In Bezug auf die Leistung haben wir heute verschiedene aerodynamische Updates ausprobiert. Die ersten Anzeichen sind positiv, und wir denken auch daran, sie am Samstag und am Freitag zu verwenden. Auf der ersten fliegenden Runde ist die Situation nicht schlecht, aber wir müssen uns definitiv verbessern, wenn wir um die Pole-Position kämpfen wollen."

"Gleichzeitig erwarten wir morgen ein nasses Qualifying. Dies ist eine Chance, ein paar Plätze in der Startaufstellung gutzumachen. Aber gleichzeitig besteht das Risiko, dass man ebenso viele Plätze verliert. Wir haben gesehen, dass sich unser Auto auf einem Longrun sehr gut verhält, aber wir wissen, wie wichtig die Position in der Startaufstellung in Bezug auf den Ausgang des Rennens ist."

Fotoquelle: xpb.cc

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