Robert Fearnley ist die rechte Hand von Vijay Mallya und dessen Stellvertreter

Formel 1 2010

— 08.11.2010

Force India: Von Fahrerkrach und KERS-Aussichten

Interview mit Robert Fearnley: Der stellvertretende Force-India-Teamchef über das Verbalduell zwischen den Piloten und den Bau des Autos für 2011

Der diesjährige Grand Prix von Brasilien wird sicherlich nicht als Highlight in die Teamgeschichte von Force India eingehen. Adrian Sutil und Vitantonio Liuzzi kamen im Qualifying nicht weit, im Rennen lief es zwar besser, aber Zählbares blieb unter dem Strich nicht. Liuzzi flog vermutlich wegen eines Technikdefekts heftig ab, Sutil konnte auf Platz zwölf keine Punkte holen. Der stellvertretende Force-India-Teamchef Robert Fearnley blickt im Interview zurück und voraus.

Frage: "Robert, das Brasilien-Wochenende fing für euch schlecht an. War das Ende besser?"
Robert Fearnley: "Ich denke, dass wir im Rennen ziemlich gut waren. Wir haben es im Qualifying verbockt, daher waren wir so weit hinten."

Frage: "Eure beiden Fahrer haben sich gegenseitig verbal angegriffen. Wie steht ihr dazu?"
Fearnley: "Sie mussten vielleicht mal Frust abbauen (lacht). Wir werden ihnen bezüglich einer Richtung behilflich sein. Wir haben bisher aber noch nicht darüber gesprochen."

Frage: "Bisher hatte man immer den Eindruck, die beiden würden - trotz eines teaminternen Wettbewerbs - recht gut miteinander zurecht kommen..."
Fearnley: "Ja. Aber ich glaube, dass der Zwischenfall von Monza da etwas Spannungen hereingebracht hat. Wenn zwei Piloten erst einmal den gegenseitigen Respekt voreinander verloren haben, dann baut man das nicht so schnell wieder auf."

Frage: "Zurück zu den wichtigen sportlichen Dingen: Wie weit seid ihr mit dem Auto für 2011?"
Fearnley: "Sehr weit. Wir sind sehr zufrieden mit unseren Fortschritten bezüglich 2011."

Frage: "Im vergangenen Jahr hattet ihr ein extrem gutes Auto für schnelle Strecken. In diesem Jahr hat sich das relativiert. Werdet ihr das für 2011 wieder korrigieren?"
Fearnley: "Man muss dabei etwas weiter zurückgehen. Am Ende des Jahres 2008 begann die Umstrukturierung, deren Form und Ergebnisse man heute sieht. Wir hatten 32 Rennen am Stück mit konstanten Fortschritten. Was man zugeben muss ist, dass unser Verständnis für das Auto allgemein und für den angeblasenen Diffusor im Speziellen nicht so gut war, wie das bei unseren Konkurrenten der Fall war."

"Wenn ich mir das anschaue, dann ist es nicht so, dass wir uns rückwärts bewegt haben, sondern wir kamen nur nicht mehr entsprechend voran. Bezüglich 2011 ist es nun ähnlich wie damals beim Bau des Doppeldiffusors. Wir haben erst jetzt über den Winter genügend Zeit, solche Systeme zu verstehen, um dann alle Vorteile daraus ziehen zu können."

Frage: "Den F-Schacht beispielsweise wird es 2011 nicht mehr geben. Diese Baustelle werdet ihr also los..."
Fearnley: "Ich muss dazu sagen, dass unser F-Schacht bestimmt genauso effektiv ist wie jener von McLaren oder Renault. Beim angeblasenen Diffusor hatten wir unsere Probleme. Den haben wir einfach nicht recht optimieren können."

Frage: "Werdet ihr im kommenden Jahr mit KERS fahren?"
Fearnley: "Ja, definitiv. Wir verwenden das System von Mercedes. Es ist Teil der Technikpartnerschaft."

Frage: "Wie lange läuft diese Partnerschaft noch?"
Fearnley: "Unser Vertrag mit McLaren und Mercedes läuft bis Ende 2012. Insgesamt ist es ein Programm über fünf Jahre."

Fotoquelle: xpb.cc

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