Mehr davon: Adrian Newey (li.) und Christian Horner (re.) wollen wieder jubeln

Formel 1 2010

— 11.11.2010

Red Bull: "Beide Fahrer haben nichts zu verlieren"

Adrian Newey und Christian Horner wünschen sich auch den zweiten Titel für Red Bull und fordern die passende Leistung ein: "Das müssen wir umsetzen"

Wenn zwei Blaue einen Roten jagen: Sebastian Vettel und Mark Webber wollen Red Bull in Abu Dhabi auch den zweiten Formel-1-Titel sichern und Fernando Alonso (Ferrari) noch die Tabellenführung in der Fahrerwertung entreißen. Die Teamleitung beim britisch-österreichischen Rennstall gibt Vettel und Webber zu diesem Zweck grünes Licht und nur eine Anweisung mit auf die Fahrt: Der WM-Titel muss her.

"Wir würden gerne beide Titel gewinnen, wenn das möglich ist", sagt Adrian Newey, der für den pfeilschnellen Red Bull RB6 verantwortlich zeichnet. Die britische Designlegende würde den Erfolg dieses Autos gerne doppelt feiern und wünscht sich daher eine kluge Rennleistung: "Sollten wir dazu in der Lage sein, auch den Fahrertitel zu erobern, dann müssen wir das entsprechend umsetzen."

Ankommen ist das erste Ziel von Red Bull

Nichts anderes hat auch Teamchef Christian Horner im Sinn. Der ehemalige Rennfahrer zeigt sich zuversichtlich und kampfeslustig: "Wir greifen an, denn unsere beiden Fahrer haben nichts zu verlieren. Die Konstrukteurs-WM haben wir bereits im Sack. Es wäre fantastisch nun auch den Fahrertitel einzufahren. Es wäre fantastisch, sollte das einem Red-Bull-Piloten gelingen."

"Für uns spielt keine Rolle, welchem unserer Fahrer es gelingt", stellt Horner heraus und fügt hinzu: "Beide wären verdiente Weltmeister. Wir werden jedenfalls alles daran setzen. Dann schauen wir einmal, wie es ausgeht." Priorität hat eine Zielankunft auf den vorderen Positionen: "Beide wissen: To finish first, you first have to finish. Sie müssen ankommen, weil Fernando mehr Punkte hat als sie."

"Sie werden aber gegeneinander antreten - wir werden es ihnen nicht untersagen", bestätigt Horner einmal mehr. "Sie gehen gleichgestellt in dieses Wochenende und haben das Ziel, das Rennen zu gewinnen. Was unsere Rivalen anstellen, können wir nicht kontrollieren. Fernando ist der Schlüssel. Wir müssen uns am Wochenende allerdings erstmals in Stellung bringen", erläutert der Teamchef.

Sorgen die Fahrer selbst für Stallregie?

"Das heißt: Es braucht eine gute Qualifikation und dann schauen wir, wo Fernando steht. Ist Fernando weiter hinten als Platz vier, fechten es die beiden untereinander aus." Laut Horner wird sich der Kommandostand von Red Bull nicht in einen möglichen Titelkampf zwischen Vettel und Webber einmischen - und auch nicht, würde ein Platztausch dem Rennstall auch den zweiten Titel einbringen.

Eine Anordnung à la "Fernando ist schneller als du" wird es im Team von Horner nicht geben. "Das wäre dann die Entscheidung des Fahrers", meint der Brite. "Beide Piloten sind sich im Klaren darüber, für ein großartiges Team zu fahren. Ich habe keine Zweifel daran: Sie würden das Richtige tun, um ihrem Teamkollegen zu helfen" - Vettel könnte Webber in Abu Dhabi zum Weltmeister machen.

Dies würde - wenn überhaupt - freiwillig und erst kurz vor dem Zielstrich geschehen, wie Horner vermutet. "Wären wir in einer Position wie in Brasilien, dann kann ich mir nur vorstellen, dass - sollte Sebastian etwas für seinen Stallgefährten tun wollen - es ganz am Ende des Rennens passieren würde. Es gibt eine Million mögliche Szenarien. Wir brauchen auf alle Fälle ein perfektes Wochenende."

Fotoquelle: xpb.cc

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