Ausgeträumt: Mark Webber hatte heute nicht den Funken einer Chance

Formel 1 2010

— 14.11.2010

Webber wird es 2011 erneut versuchen

Mark Webber denkt nach der bittersten Niederlage seiner Karriere nicht an Rücktritt - Toro Rosso machte seine Strategie zunichte

Mark Webbers großer Traum vom WM-Titel ist geplatzt, aber der Red-Bull-Pilot, der bereits im Sommer seinen Vertrag für 2011 unterschrieben hat, wird nächstes Jahr einen neuen Anlauf starten. Denn auf die Frage eines Journalisten, ob er im nächsten März wieder am Start sein wird, antwortet er klipp und klar: "Ja."

Zumindest nach außen hin kann er seine Enttäuschung über die ausgelassene Großchance gut verbergen: "Wenn du bis zum letzten Rennen die Chance hast, Weltmeister zu werden, dann hast du schon auch etwas richtig gemacht", sucht er nach den positiven Aspekten. "Ich kann viel Positives mitnehmen, bin über weite Strecken der Saison sehr gut gefahren. Leider bin ich am Ende trotzdem nicht Weltmeister geworden."

Als Fünfter des Qualifyings hatte Webber keine gute Ausgangsposition, auch am Start konnte er keine Plätze gutmachen. Anschließend fuhr er unauffällig hinter Fernando Alonso her, den er bekanntlich unbedingt besiegen hätte müssen, um Weltmeister zu werden. "Uns war klar, dass wir ein bisschen was riskieren müssen", erinnert sich Webber - und so kam es, dass er in der elften Runde als Erster auf die härteren Reifen wechselte.

Dieser Poker hätte durchaus auch aufgehen können, denn mit frischen Gummis war sein Speed deutlich besser und er gefährdete so Alonso, aber: "Alguersuari hat mich in den ersten zwei Runden ziemlich stark aufgehalten, sonst wäre ich an Fernando vorbeigekommen." Dass ausgerechnet ein Toro-Rosso-Pilot so in den WM-Kampf eingriff, tut in der Red-Bull-Familie wohl doppelt weh, lässt sich aber nicht mehr ändern.

"Danach steckten wir beide fest", spielt Webber auf sein eigenes und das Dilemma von Alonso an, keinen Weg vorbei an Vitaly Petrov zu finden. Sein eigener früher Boxenstopp habe so indirekt Vettels WM-Gewinn sichergestellt: "Das hat dem Team geholfen, denn Ferrari musste uns abdecken", so der 34-Jährige. "Petrov war sehr schwierig zu überholen, denn er hatte einen sehr guten Topspeed. Das hat das Rennen entschieden."

Die Balance seines Red Bull sei "nicht so schlecht" gewesen: "Gleich nach dem Start war ich nicht so zufrieden, aber gegen Ende hin wurde es besser." Trotzdem küsste Webber in der achten Runde mit dem rechten Hinterrad die Leitplanke beim Yas-Hotel und in Runde 25 kam er einmal von der Strecke ab - völlig harmlos, aber spätestens da war klar: Unter normalen Umständen wird es in dieser Saison nicht mehr reichen...

Fotoquelle: xpb.cc

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