Feierstunde in Abu Dhabi: Red Bull feiert den neuen Formel-1-Weltmeister 2010...

Formel 1 2010

— 15.11.2010

Horner: "Kein Individuum ist größer als das Team"

Red-Bull-Teamchef Christian Horner über die erfolgreiche Saison seines Teams, den Teamgeist und die gute Umsetzung von großen Visionen

Mit Teamwork zum doppelten WM-Triumph: Teamchef Christian Horner und Red Bull haben in dieser Saison vollbracht, was angesichts der großen Konkurrenz zum Schluss nur wenige Beobachter für möglich gehalten hätten. Der ehemalige Rennfahrer und seine Mannschaft ließen sich aber selbst von Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen und schlugen immer wieder zurück - mit großem Erfolg.

Nur eine Woche nach dem Gewinn des Konstrukteurs-Titels durfte die britisch-österreichische Gemeinschaft erneut jubeln, denn Sebastian Vettel bescherte Red Bull auch in der Fahrerwertung den ersten Platz. Der junge Deutsche machte den totalen Erfolg seines Arbeitgebers komplett und zeichnete durch seinen Sieg beim Finale in Abu Dhabi einmal mehr für einen Rennsieg verantwortlich.

All das ist nicht spurlos an Horner vorbeigegangen: "Ich denke, ich bin alleine in dieser Saison um 15 Jahre gealtert", witzelt der Brite und fügt ernsthaft hinzu: "Es ist fantastisch, eine so großartige Gruppe von Personen zu führen. Es geht nur um das Team und nicht um mich oder Adrian. Wichtig ist die Zusammenarbeit. Wir hatten eine einwandfreie Unterstützung", hält der Red-Bull-Teamchef fest.

Alle arbeiten unaufhörlich für den Erfolg

Dabei gehe es nicht in erster Linie um die Arbeit an der Rennstrecke, sondern auch um die vielen helfenden Händen im Hintergrund. In der Teamzentrale in Milton Keynes haben "die Designer und die Leute aus der Produktion allesamt Wochenenden und Zeit mit der Familie aufgegeben, um zwei derart starke Rennwagen zu entwerfen", berichtet Horner. "Die Leistung des Teams ist einfach unglaublich."

Auch, weil Red-Bull-Oberhaupt Dietrich Mateschitz den Dingen ihren Lauf ließ, wie Horner hinzufügt. "Er unterstützt uns sehr. Als wir dem Sport beitraten, gab er einige aggressive Ziele vor. Er war sehr ehrgeizig und bot uns in den vergangenen sechs Jahren ständig seine Hilfestellung an. Er glaubte an uns und letztendlich konnten wir Erfolge für ihn und Red Bull einfahren", gibt der Brite zu Protokoll.

"Ohne eine starke Mannschaft, die klasse Unterstützung von Red Bull und die Visionen von Herrn Mateschitz wäre all das nicht möglich gewesen", meint Horner, dessen Rennstall in dieser Saison keinen Fahrer in die Rolle der Nummer eins zwängte, sondern beiden Piloten einen Angriff auf den WM-Titel ermöglichte. Diese Strategie sei ebenfalls ein Teil der Gesamtaufstellung des Teams.

Die Rennfahrer als Spitze des Teamworks

"Beide Piloten fahren für das Team und sie wissen, dass kein Individuum größer ist als das Team. Wir haben eine absolute Transparenz, was die Daten betrifft. Sie sehen alles und ihre Ingenieure arbeiten zusammen. Unsere zwei Fahrer stehen zwar an der Spitze des Rennstalls, doch sie brauchen die Unterstützung des Teams. Das ist eben unsere Motorsport-Philosophie", stellt Horner heraus.

Gerade diese Einstellung wäre Red Bull beinahe zum Verhängnis geworden, schließlich hatte Ferrari dank der Konzentration auf Fernando Alonso bis zum Schluss die besseren Karten. Dass ein harter Wettbewerb im Team aber nicht immer nur positiv sein kann, musste Red Bull 2010 ebenfalls erfahren - man denke nur an die Rennszene von Istanbul, als die Red-Bull-Piloten miteinander kollidierten.

Selbst einen solchen herben Rückschlag - das Team verpasste einen sicheren Doppelsieg - steckte Red Bull weg und verzichtete im Gegenzug auch in der Endphase der Saison darauf, Vettel und Mark Webber eine klare Hackordnung vorzugeben. Mit Erfolg. Oder wie es Horner ausdrückt: "Unsere Fahrer werden nicht gerade das Weihnachtsfest zusammen verbringen, doch sie respektieren sich."

Fotoquelle: xpb.cc

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