In Daniel Ricciardo hat Red Bull vielleicht den nächsten Überflieger gefunden

Formel 1 2010

— 16.11.2010

Überragender Ricciardo gibt Visitenkarte ab

Der junge Australier Daniel Ricciardo fuhr am ersten Young-Driver-Tag in Abu Dhabi fast so schnell wie Sebastian Vettel drei Tage zuvor

Im Schatten der WM-Feierlichkeiten von Red Bull wurde dem ersten von zwei Young-Driver-Days in Abu Dhabi nicht allzu viel Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei wäre das durchaus berechtigt gewesen, denn der junge Australier Daniel Ricciardo gab Red Bull mit einer überragenden Tagesbestzeit einen weiteren Grund zur Freude.

Ricciardo fuhr eine Bestzeit von 1:39.616 Minuten und absolvierte 83 Runden ohne Probleme, war damit um mehr als eine Sekunde schneller als alle anderen Formel-1-Junioren. Viel beeindruckender aber: Im dritten Qualifying am Samstag hätte er sich damit den dritten Startplatz gesichert, nur 0,222 Sekunden hinter Sebastian Vettel, aber 0,309 Sekunden vor seinem Landsmann Mark Webber - und das bei durchaus vergleichbaren Wetterbedingungen.

Nicht leichter als Vettel im Qualifying

"Ich wusste, dass ich mich gut schlagen kann, aber ich war mir nicht sicher, wie nahe ich an die großen Jungs rankommen würde, daher finde ich das jetzt ziemlich cool! Das ist näher dran als gedacht", strahlt der 21-Jährige. Dabei war er keineswegs untergewichtig, wie ihm einige prompt unterstellten: "Wenn es Q3 gewesen wäre, hätten die Jungs noch mehr Benzin aus dem Tank genommen. Da ist noch mehr drin - schön zu wissen!"

Red Bull testete zwei Tage nach dem WM-Märchen von Abu Dhabi keine neue Aerodynamik und spielte auch im mechanischen Bereich nur wenig herum. Ricciardo konnte sich daher darauf konzentrieren, "auf Speed zu kommen. Im Vorjahr war ich beim Test noch ein bisschen angespannter, wie die meisten Fahrer vor ihrem ersten Formel-1-Test, schätze ich. Aber heute Morgen war es okay. Nach der Installationsrunde fühlte ich mich schon wohl."

Knappe Niederlage in der World-Series

Dann ließ der Youngster sein Talent für sich sprechen - ähnlich wie beim Gewinn der Britischen Formel-3-Meisterschaft 2009 oder beim Vizetitel in der Renault-World-Series 2010. Vor dem letzten Rennen war Ricciardo punktgleich mit dem Russen Mikhail Aleshin, den er im Abschlussrennen erst zwei Runden vor Schluss vorbeilassen musste. Dennoch fühlt sich der neue Red-Bull-Überflieger bereit für die Formel 1.

"Schwer zu sagen, wann genau man bereit ist, aber ich denke, ich habe in den Nachwuchsklassen einiges geleistet und das war mein vierter richtiger Testtag im Formel-1-Auto, daher bin ich wahrscheinlich so bereit, wie man in meinem jungen Alter nur sein kann. Mit dem eingeschränkten Testen ist es nicht einfach. Vielleicht kann ich ja morgen noch ein paar Longruns üben, um für Rennsituationen vorbereitet zu werden", so Ricciardo.

Fotoquelle: xpb.cc

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