Daniel Ricciardo setzte bei den Young-Driver-Days eine deutlich Duftmarke

Formel 1 2010

— 17.11.2010

Abu Dhabi: Ricciardo mit Fabelzeit zum Abschluss

Red-Bull-Youngster Daniel Ricciardo fährt zum Abschluss der Young-Driver-Days eine Sekunde schneller als Sebastian Vettel im Qualifying - Die letzten Meter mit Bridgestone

Nun ist die Ära Bridgestone in der Formel 1 vorerst beendet. Am Nachmittag drehten die Teilnehmer der Young-Driver-Days in Abu Dhabi die letzten Runden auf den japanischen Reifen, ab Freitag werden in der Königsklasse Pirellis aufgezogen. Zum Abschluss der zweitägigen Rookietests setzte Red-Bull-Youngster Daniel Ricciardo noch einmal eine traumhafte Marke.

In 1:38.102 Minuten war der Australier über eine Sekunde schneller als Sebastian Vettel im Qualifying am vergangenen Samstag - im gleichen Auto! Die Rundenzeiten aller Teilnehmer am Mittwoch unterstreichen jedoch, dass die Bedingungen auf der Strecke deutlich besser waren als noch am Rennwochenende zuvor. Über Mittag hatte die pralle Sonne den Asphalt erheblich erhitzt, aber gegen Ende der Session waren bei kühleren Werten noch einmal Topzeiten machbar.

Ricciardo hatte das Zepter schon am Vormittag übernommen und genau dort angeknüpft, wo er tags zuvor aufgehört hatte. Der australische Youngster drückte seine Bestmarke vom Vortag bereits vor der Mittagspause, später konnte sich Mercedes-Tester Sam Bird kurzfristig vor ihn schieben. Aber Ricciardo ließ das nicht auf sich sitzen und holte erneut die RB6-Keule heraus. Mit frischen Reifen und wenig Benzin setzte er sich um viele Zehntelsekunden von Bird und den anderen Konkurrenten ab.

Red Bull setzte beim Test jenes Chassis ein, das am Finalwochenende in Abu Dhabi als Ersatz für Notfälle bereitgehalten worden war. Mit diesem Fahrzeug hatte Mark Webber schon den Grand Prix in Ungarn gewonnen. Hinter Ricciardo und vor Bird zeigte der Belgier Jérôme d'Ambrosio (2./1:38.802) im Renault R30 eine gute Leistung, dahinter platzierte sich McLaren-Ersatzpilot Gary Paffett (4./1:39.760). Der britische Silberpfeil war mit Messeinrichtungen an der Front ausgestattet.

Auch bei Renault und Virgin hatte man am Mittwoch die Aerodynamik im Visier. Die beiden Teams arbeiteten mit Signalflüssigkeiten, um den Luftfluss genau erkennen zu können. Beim neuen britischen Formel-1-Team war am Mittwoch Luiz Razia (12./1:43.525) am Steuer, der sich recht deutlich als bester Pilot in den Autos der neuen Teams etablierte.

Jules Bianchi, der ab 2011 offizieller Test- und Ersatzpilot von Ferrari sein wird, konnte im Rahmen der Testarbeit mit dem F10 in 1:39.916 Minuten auf Rang fünf fahren. Der Abstand zu Ricciardo lag dabei allerdings schon bei fast zwei Sekunden. Paul di Resta (7./1:40.901) durfte - wie schon am Dienstag - vormittags im Force India sitzen. Er übergab später an Neuling Yelmer Buurman (10./1:41.178), der später mit dem VJM-03 ausrollte.

Insgesamt war die Session gleich fünfmal unterbrochen, da d'Ambrosio einen Dreher hatte und Jean-Eric Vergne (Toro Rosso), David Valesecchi (HRT) sowie Pastor Maldonado (Williams) zwischenzeitlich ausrollten. Der Venezuelaner, der am Dienstag für HRT gefahren war, platzierte sich mit dem Williams-Cosworth in 1:40.944 Minuten auf dem soliden achten Platz. Vergne landete einen Rang dahinter, musste aber auf schnelle Runden zum Abschluss verzichten. Der Franzose hörte früher auf, um seinen Flieger zum Macao-Rennen zu erwischen.

Sauber-Neuzugang Sergio Pérez (6./1:40.543) konnte sich mit seinem künftigen Team und Arbeitsgerät etwas vertraut machen. Valsecchi kam nur auf 19 Runden, weil am Vormittag Josef Kral (13./1:44.143) das HRT-Cockpit okkupiert hatte. Die beiden Lotus-Youngster Rodolfo González (14./1:44.312) und Vladimir Arabadzhiev (15./1:45.723) rangierten ganz am Ende des Rookiefeldes.

Fotoquelle: xpb.cc

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