Sergio Pérez wird am kommenden Samstag erstmals mit Pirellis fahren

Formel 1 2010

— 18.11.2010

Pérez: "Dieser Test war enorm wichtig"

Sauber-Neuzugang Sergio Pérez über seine Fahrten im Rahmen der Young-Driver-Days und seine Integration ins Team: "Es sind so viele Leute"

15 Piloten jagten am Abschlusstag der Young-Driver-Days in Abu Dhabi um die Bahn. Darunter waren absolute Neulinge, aber auch erfahrene Piloten mit Aussicht auf ein Renncockpit 2011. Den Herren Paul di Resta, Jérôme D'Ambrosio und Pastor Maldonado werden gute Chancen auf den Einstieg zur kommenden Saison eingeräumt, bestätigt ist jedoch noch nichts. Sergio Pérez bildete die große Ausnahme. Der Mexikaner war der einzige Rookie, der seinen Vertrag für 2011 sicher hat.

"Ich habe in der Nacht zum Mittwoch nicht allzu gut geschlafen. Das versuche ich nun nachzuholen", sagt Pérez nach dem Test mit seinem zukünftigen Team Sauber. "Ich war schon etwas nervös. Der erste volle Tag in der Formel 1 und so viele Leute um einen herum", erklärt der Youngster, der am Mittwoch eine solide Leistung zeigte.

"Es gehört schon einiges dazu, solche Autos ans Limit zu bringen. Du hast zwar das Gefühl, dass du schnell fährst, bist aber noch vier oder fünf Sekunden zurück", beschreibt Pérez die Schwierigkeiten beim Einstieg in die Königsklasse. "Das liegt zum Teil aber auch daran, dass ich die Strecke mit dem GP2-Auto gefahren bin. Das sind die Limits ganz andere und daher braucht es seine Zeit, um richtig auf Speed zu kommen."

Pérez hat sich im Team bereits gut eingelebt, durfte die Strukturen bei einem längeren Aufenthalt in Hinwil bereits kennenlernen. Der Rookietest war wichtig, damit der Neuling am kommenden Samstag beim Pirelli-Test sofort einen guten Einstieg in die Arbeit mit Blick auf 2011 finden kann. "Es ist schwierig, alle Feinheiten nach Setupänderungen sofort zu spüren. Aber mein Feedback war stets gut. Ich habe auf jeden Fall nun ein besseres Verständnis für Formel-1-Autos."

"Wir haben am Ende nur einen Satz der weichen Reifen benutzt und damit konnte ich recht gute Zeiten fahren", sagt Pérez, der im Vorwärtsdrang jedoch oft eingebremst wurde. "Die Rotphasen haben schon sehr gestört. Wir konnten dann nur noch herausfinden, wie die Balance mit den weichen Reifen ist - mehr leider nicht. Ich musste hereinkommen, dann gab es Verkehr auf der Strecke, dann wieder eine Unterbrechung."

Die Störungen durch ausrollende Fahrzeuge anderer Teams schlugen sich in der Zeitenliste nieder. Pérez konnte keinen ernsthaften Angriff mehr auf Bestzeiten fahren. "Letztlich habe ich meinen Vertrag in der Tasche und muss nicht zwangsläufig auf die Rundenzeiten schauen. Wichtig ist, dass ich die Arbeitsweise des Teams verinnerliche. Rundenzeiten bedeuten gar nichts."

"Ich freue mich jetzt schon auf Samstag", sagt der Youngster, der den Sauber am Wochenende von seinem künftigen Teamkollegen Kamui Kobayashi übernehmen wird. Bis dorthin ist viel Schlaf und eine intensive Pflege des geschundenen Nackens dringend nötig. Und noch mehr: "Ich kenne noch längst nicht alle im Team, denn es sind so viele Leute. Außerdem tue ich mich mit Namen oft etwas schwer..."

Fotoquelle: Sauber

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