Sebastian Vettel fühlt sich in der Familie von Red Bull gut aufgehoben

Formel 1 2010

— 19.11.2010

Vettel: Ferrari ist noch "weit, weit weg"

Irgendwann könnte der Mythos Ferrari für Sebastian Vettel zum Thema werden, doch im Moment fühlt er sich bei Red Bull bestens aufgehoben

Das erste große Lebensziel, nämlich den Gewinn des Formel-1-WM-Titels, hat Sebastian Vettel am vergangenen Sonntag in Abu Dhabi erreicht. Für viele Rennfahrer kann man das nur noch toppen, indem man auch auf Ferrari Weltmeister wird. Davon kann zum Beispiel Michael Schumacher ein Liedchen singen, der es 1994/95 auf Benetton und von 2000 bis 2004 auf Ferrari geschafft hat.

"Natürlich hat er mir schon früher erzählt, welche besonderen Momente man erlebt, für Ferrari zu fahren. Oder für Mercedes. Beide Marken sind Geschichte, Gegenwart und ziemlich sicher auch die Zukunft der Formel 1", schreibt Vettel in der 'Bild'-Zeitung. "Jeder Rennfahrer träumt insgeheim von Ferrari oder Mercedes. Ob man aber irgendwann dort fährt, hängt von vielen Faktoren ab. Da muss dann alles zusammenpassen, Mythos alleine reicht nicht. Aber das ist noch weit, weit weg."

"Als nächstes will ich mit Red Bull den Titel verteidigen. Wir haben etwas, was in der Formel 1 ganz entscheidend ist für Erfolg: Die richtigen Leute am richtigen Fleck", stellt der 23-Jährige, dessen aktueller Vertrag angeblich Ende 2011 ausläuft, klar. Fest steht: Red Bull würde Vettel am liebsten sofort "pragmatisieren", wie Konzernchef Dietrich Mateschitz sagt - oder zumindest bis Ende 2015 binden, wie man im Fahrerlager hört.

"Wann wechselt Sebastian Vettel zu Ferrari? Diese Frage wurde mir in den vergangenen Tagen oft gestellt", so Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko auf 'Welt online'. "Zugegeben, Ferrari ist ein Mythos. Schon zu meiner Zeit war es für jeden Rennfahrer das Höchste der Gefühle, für die Scuderia fahren zu dürfen. Ich antworte mit einer Gegenfrage: Wieso sollte sich Sebastian diesen Fernando Alonso antun? Wir kennen alle die politischen Befindlichkeiten bei Ferrari."

Red Bull kann vielleicht keinen Mythos bieten und zahlt Vettel auch keine 20 Millionen Euro oder mehr, wie sie Alonso angeblich kassieren soll, aber dafür bietet das Team ein familiäres Wohlfühl-Umfeld: "Sebastian hat bei Red Bull gesehen, dass er einen Wohlfühlfaktor braucht. Er braucht ein Team, das ihm nicht gleich ein Messer in den Rücken wirft, wenn er mal in Bedrängnis gerät", gibt Marko in seinem Gastbeitrag zu Protokoll.

Und er hält fest: "Wir hätten nichts davon, Sebastian einen Zehnjahresvertrag zu geben", so der Österreicher. "Er hätte nichts von einer so langen Bindung, weil wir ihm nicht garantieren können, dass wir dann immer noch ein konkurrenzfähiges Auto haben. Sebastian kann wiederum nicht garantieren, dass er sich dann noch bei uns wohl fühlt. Aber mittelfristig, das heißt die nächsten drei, vier Jahre, planen wir ganz fest mit ihm."

Fotoquelle: xpb.cc

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