Sebastian Vettel hat Verständnis für Fernando Alonso und Ferrari

Formel 1 2010

— 20.11.2010

Vettel nimmt Ferrari in Schutz

Ein großer Sieger denkt auch an die Verlierer: Sebastian Vettel verteidigt die vor allem in Italien stark unter Beschuss stehenden Ferrari-WM-Fighter

Während Sebastian Vettel und Red Bull in Deutschland und Österreich für ihren WM-Titel gefeiert wurden, wehte Ferrari diese Woche in Italien ein eisiger Wind ins Gesicht: Erst forderte ein Minister aus dem Kabinett Berlusconi den Rücktritt von Präsident Luca di Montezemolo, dann fand die Presse in Chefstratege Chris Dyer einen neuen Hauptschuldigen.

Doch während die Italiener ihre gefallenen Helden derzeit am liebsten auf dem Scheiterhaufen sehen würden, erhalten Montezemolo und Co. unerwartete Rückendeckung von Sebastian Vettel: "Ich habe die Formel 1 ja auch schon ein bisschen verfolgt und das alles erinnert mich daran, was Michael nach den verlorenen Weltmeisterschaften durchmachen musste, gerade auch in der italienischen Presse. Deshalb sollte das niemanden schocken", wird er von 'Auto Bild motorsport' zitiert.

Vettel weiß genau, wie nahe himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt in der Formel 1 beisammen liegen können: "Es ist alles sehr, sehr abhängig von dem, was zuletzt passiert ist. Spult man das Ganze eine Woche zurück, waren die Zeitungen voll des Jubels und haben sich über uns lustig gemacht. Jetzt ist der Spieß eben umgedreht. Und in Italien fordert man dann sehr schnell radikale Maßnahmen. Ich dagegen finde, Ferrari war ein starker Gegner in dieser Saison."

Der 23-Jährige zeigt in den Momenten seines Triumphes aber nicht nur für Ferrari Verständnis, sondern auch für Fernando Alonso. Letzterer war beim Saisonfinale in Abu Dhabi 40 Runden lang hinter dem Renault von Vitaly Petrov festgesteckt und verlor dort alle Chancen, doch noch Weltmeister zu werden. Während der Auslaufrunde ließ er dann seinen Emotionen freien Lauf, indem er sie vor laufenden Kameras beim Russen ablud.

"Ich hatte letztes Jahr in Brasilien eine ähnliche Situation, auch wenn ich einen Rückstand auf Jenson Button hatte. Aber wenn man bis zum Ende an den Titel glaubt, ist es ein sehr, sehr harter Moment, wenn man dann verliert. Denn man selbst glaubt immer an sich und die eigene Stärke - und erst, wenn man über die Ziellinie fährt, fällt einem alles auf den Kopf", weiß Vettel und verteidigt Alonso. "Das ist hart, aber man kann viel daraus lernen."

Fotoquelle: xpb.cc

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