Fernando Alonso befand sich in der Zeitenliste am Samstag ganz oben

Formel 1 2010

— 20.11.2010

Letzte Bestzeit des Jahres geht an Alonso

Fernando Alonso schließt das Jahr 2010 mit einem kleinen Glanzlicht ab - Michael Schumacher in Abu Dhabi zunächst auf Platz zwei vor Sebastian Vettel

Die Pirelli-Tests in Abu Dhabi sind beendet und gleichzeitig auch der letzte Einsatz der Fahrzeuggeneration 2010. Am Samstag spulten die zwölf Teams noch einmal viel Runden auf dem "Yas Marina Circuit" ab. Dabei standen nicht nur die neuen Reifen im Fokus, sondern auch einige Entwicklungen im Hinblick auf das kommende Jahr. Wie wichtig dieser abschließende Tag war, belegen die hohen Rundenzahlen aus Abu Dhabi.

Die letzte Bestzeit des Jahres 2010 kann sich am Ende der zweitägigen Probefahrten Fernando Alonso gutschreiben lassen. Der Spanier, der seine Hoffnungen auf den Titel an gleicher Stelle vor sechs Tagen begraben musste, drehte insgesamt 105 Runden und war somit fleißigster Pilot des Tages. Alonso markierte den besten Umlauf in 1:40.529 Minuten und war damit um über drei Zehntelsekunden langsamer als Teamkollege Felipe Massa am Freitag.

Die Rundenzeiten waren am Samstag generell nicht sonderlich beeindruckend. Zum einen absolvierten die meisten Teams viele Longruns, auf der anderen Seite hatte niemand mehr frische Reifen übrig, als die Bedingungen am Tagesende am besten waren. Alonso, wie Massa am Tag zuvor mit einem neuen Schuberth-Helm unterwegs, hatte seine Tagesbestzeit schon früh am Tage gesetzt.

Für einen positiven Abschluss einer schwierigen Comebacksaison sorgte Michael Schumacher. Der Rekordweltmeister versuchte gegen Ende des Tages noch einen Angriff auf die Alonso-Bestmarke, scheiterte bei seinem Versuch aber knapp. In 1:40.685 Minuten war der Mercedes-Pilot aber gut unterwegs. Leider hatte der Kerpener eine Schikane abgekürzt, sodass am Ende eine reale Bestzeit von 1:41.757 Minuten und Rang sieben zu Buche stand.

Der neue Weltmeister Sebastian Vettel hatte am Vormittag wichtige Probefahrten im Hinblick auf die künftige Aerdynamik von Red Bull. Am RB6 war eine aufwändige Messeinheit hinter dem rechten Vorherrad installiert. Damit wollte man den veränderten Luftfluss mit den neuen italienischen Pneus testen. Zwischendurch erhielt Vettel Besuch von Kindern aus der deutschen Schule in Abu Dhabi, am Ende platzierte er sich in 1:40.825 Minuten auf Rang zwei.

Auf seinen insgesamt 66 Runden am Samstag lief es allerdings nicht immer rund. Ausgerechnet wieder der Heppenheimer war es, der den nächsten Reifenschaden erlitt. Am Red Bull platzte am Vormittag ein Vorderreifen. "Wie gestern hatten wir einen Schaden, der uns viel Zeit gekostet hat. Aber es ging in erster Linie ja darum, einen ersten Eindruck von den Pirellis zu bekommen", so Vettel. In beiden Fällen sollen Fremdkörper den Pneu aufgeschlitzt haben, heißt es von Pirelli.

Auch Grand-Prix-Veteran Rubens Barrichello (Williams/1:41.294) war am Samstag noch einmal fleißig. Genau 100 Runden spulte der Brasilianer zum Abschluss des Jahres ab, am Ende rangierte er auf Rang drei. Dahinter platzierte sich Robert Kubica (4./1:41.614), an dessen Renault R30 ebenfalls die Luftströme hinter dem Vorderrad gemessen wurden.

Arbeitsteilung gab es heute gleich bei drei Teams. McLaren setzte am Vormittag auf die Dienste von Youngster Oliver Turvey (6./1:41.740), am Nachmittag durfte noch einmal Testpilot Gary Paffett (5./1:41.622) ran. Bei Sauber saßen Kamui Kobayashi (9./1:42.110) und Neuzugang Sergio Pérez (12./1:42.777) jeweils einen halben Tag am Lenkrad. Der Mexikaner brauchte eine Weile, um halbwegs auf Speed zu kommen.

Pech hatte auch am Samstag wieder einmal Force India. Paul di Resta (8./1:41.869) musste den VJM03 am späten Vormittag vorsichtshalber stoppen, denn die Sensoren hatten eine Überhitzung signalisiert. Nach kurzer Prüfung in der Box ging es jedoch weiter. Vitantonio Liuzzi (11./1:42.416) durfte die letzten Force-India-Meter des Jahres absolvieren. Die Inder arbeiteten an der Gewichtsverteilung des Boliden.

Sébastien Buemi (Toro Rosso/1:42.145) konnte sich auf Platz zehn noch vor Liuzzi platzieren, am Ende des Feldes waren - wie immer - die neuen Teams zu finden. Jarno Trulli (Lotus/1:44.521) konnte sich schnell auf die neuen Pirellis einstellen, Pastor Maldonado (HRT/1:44.766) rangierte am Ende sogar noch vor Timo Glock (Virgin/1:44.783). Der Venezuelaner hatte am Nachmittag durch einen Dreher in Kurve eins eine Unterbrechung verursacht.

Die Teams begannen schon kurz vor dem Ende der Session mit dem Verpacken des Materials. Fahrzeuge und Ausrüstung werden nun wieder zu den jeweiligen Fabriken geflogen, Piloten sowie das meiste Personal werden nun in einen Urlaub gehen. Pirelli absolviert im kommenden Monat noch einen Privattest in Bahrain, die neue Generation von Formel-1-Autos wird man erstmals beim Test im Februar auf der Strecke sehen.

Fotoquelle: xpb.cc

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