Renault-Pilot Robert Kubica gibt der hohe Reifenverschleiß zu bedenken

Formel 1 2010

— 20.11.2010

Kubica: Sorgen um den Reifenverschleiß

Robert Kubica misst den ersten Pirelli-Tests in Abu Dhabi keine allzu große Bedeutung zu, denn die Autos und die Reifen werden sich bis Februar noch stark verändern

Renault verließ sich bei den Testfahrten in Abu Dhabi ganz auf die Aussagen von Robert Kubica. Nachdem der Pole am Freitag 39 Runden abgespult hatte, folgten am Samstag weitere 91 Umläufe. Dabei erzielte der 25-Jährige eine persönliche Bestzeit von 1:41.614 Minuten und klassierte sich als Vierter. Unter dem Strich ging es bei den Tests aber hauptsächlich darum, Informationen über die neuen Pirelli-Reifen zu sammeln. Mit Prognosen für 2011 ist der Renault-Pilot vorsichtig.

"Es war ein produktiver Tag und es war gut, dass wir so viele Runden auf den neuen Reifen abgespult haben. So wie gestern haben wir beide Mischungen getestet und dabei viele Daten gesammelt", sagt Kubica. "Diese werden für uns und für Pirelli sehr wichtig sin. Es waren gute Tage für uns. Jetzt müssen wir aus den gesammelten Daten unsere Schlüsse ziehen. Mein erstes Gefühl ist gut und es scheint, als hätten sich die Reifen verbessert, je besser die Streckenbedingungen wurden."

"Es ist genauso als wir damals von Michelin auf Bridgestone gewechselt sind. Man muss die Abstimmung des Autos anpassen und eine Idee für die Anforderungen der Reifen gewinnen. Man muss sich bei diesem Test nicht tief in die Abstimmungsarbeit knien, denn die Reifen werden sich, meiner Meinung nach, noch stark für das nächste Jahr ändern."

Ein Problem bei den Testfahrten war die Tatsache, dass kurz davor an insgesamt fünf Tagen mit Bridgestone-Reifen gefahren wurde. Diese Asphaltbedingungen kommen bei einem normalen Rennwochenende nicht vor. "Es ist immer noch sehr früh. Es hat keinen Sinn, sich jetzt mit der Balance oder der Abstimmung zu beschäftigen, denn die Autos werden im nächsten Jahr anders sein", spricht Kubica das Verbot der Doppeldiffusoren, den verstellbaren Heckflügel und die Rückkehr von KERS an.

"Es ging jetzt nur darum, eine prinzipielle Idee für die neuen Reifen zu bekommen." Von einigen Fahrern war zu hören, dass die Pneus einen hohen Verschleiß aufweisen. Pirelli hat aber im Vorfeld klar gestellt, dass sie aggressive Mischungen einsetzen werden. "Es gibt keine Qualitätsbedenken. Ich glaube, wir können sagen, dass es Bedenken bezüglich des Verschleißes geben wird", schätzt Kubica. "Aber die Reifen werden sich von jetzt bis zum Saisonbeginn noch stark verändern."

"Es ist noch sehr früh, aber sollte es Probleme geben, dann besser jetzt als im März. Ich habe kein Auto gesehen, das 60 Runden am Stück gefahren ist. Es ist natürlich von Auto zu Auto unterschiedlich, aber die generellen Schwierigkeiten haben alle. Manche haben ein großes Problem, bei anderen ist es kleiner. Man muss sich aber darum kümmern."

Renault hatte mit Untersteuern zu kämpfen, wie Chefingenieur Alan Permane erklärt: "Wir sind mittellange Versuche mit der weichen und der mittleren Mischung gefahren. Es gab keine signifikanten Probleme. Das hat es uns erlaubt, die Charakteristik der Reifen zu verstehen und den Verschleiß zu beurteilen. Es trat Untersteuern auf, das wir nie wirklich in den Griff bekommen haben. Wir müssen das noch verstehen. In den kommenden Monaten werden wir unsere Partnerschaft mit Pirelli aufbauen und Daten austauschen, damit wir für die Tests im Februar bereits sind."

Fotoquelle: xpb.cc

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