Liuzzis Highlights waren die Rennen in Südkorea, Kanada und Monaco

Formel 1 2010

— 23.11.2010

Liuzzi: "Schlussendlich war es eine wirklich starke Saison"

Tonio Liuzzi zieht seine persönliche Saisonbilanz und analysiert, wieso Force India seinen Vorteil aus der vorigen Saison verspielt hat

Ohne Zweifel hatte Tonio Liuzzi 2010 eine Menge Pech, gleich an mehreren Strecken wurde er ein unschuldiges Opfer der Fehler anderer. Herauszustreichen ist sein fünfter Startplatz in Kanada. Trotzdem lieferte er einige großartige Rennen ab, insbesondere seine Fahrt zu Rang sechs in Südkorea. Insgesamt kam er bei sechs Grand Prix in die Punkte. So sieht Liuzzi das Jahr im Rückspiegel.

Frage: "Tonio, für dich und Force India war es eine ereignisreiche Saison. Wie würdest du sie zusammenfassen?
Tonio Liuzzi: "Wir hatten einige Aufs und Abs in diesem Jahr. Wir haben stark begonnen, leider habe ich dann in der Mitte der Saison, als das Auto am besten war, einige Punkte verloren. Wahrscheinlich hat jeder erwartet, dass wir wieder in Spa und Monza allen davonfahren, aber die anderen Teams haben nicht geschlafen. Wir waren dort in einer ähnlichen Verfassung, wie auf anderen Strecken. Die Entwicklung des F-Schachts kam uns nicht entgegen, da nun jeder auf der Geraden schnell ist. Dadurch haben wir unseren Vorteil aus dem letzten Jahr verloren. Wir sind weiterhin voll motiviert und wir setzen uns hohe Ziele. Schlussendlich war es eine wirklich starke Saison, auf die ich stolz bin. Niemand hätte von uns erwartet, dass wir um Platz sechs in der Konstrukteurs-WM fahren."

Frage: "Haben die anderen Teams ihre Autos über das Jahr hinweg schneller weiterentwickelt?"
Liuzzi: "Wir haben getan was in unserer Macht steht. Wir haben große Fortschritte erzielen können, aber die Leute vergessen, dass unser Team aus 280 Mitarbeitern besteht. Am Anfang haben wir gegen Renault und Mercedes gekämpft. Das sind ehemalige Weltmeister, die eine Menge Geld hineinstecken. Wir haben alles perfekt hinbekommen und uns auch weiterentwickelt, aber die anderen haben größere Schritte gemacht. Es ist schändlich, dass wir unseren sechsten Platz am Ende noch verloren haben."

Frage: "2009 haben die vielen neuen Updates den Unterschied gemacht. Hast du eine derartige Entwicklung in dieser Saison vermisst?"
Liuzzi: "Wir sind mit einem starken Paket in die Saison gegangen. Es gab einige gute Updates, wir konnten bei nahezu jedem Rennen ein weiteres Update einsetzen. Wenn man so weit zurückliegt wie wir 2009, kann man wesentlich einfacher neue Teile bringen und die Rundenzeit verbessern. Je näher man aber an die Spitze rückt, desto härter wird es. Aber es gibt für alles Erklärungen. Sonst war es eine wirklich starke Saison für Force India und darauf sollten wir stolz sein."

Frage: "Was waren deine Saisonhighlights?"
Liuzzi: "Südkorea, Kanada und Monaco waren die Glanzlichter. Australien war auch ein gutes und verrücktes Rennen. In Spa lief es nicht so, wie wir es uns erwartet haben, aber wir hatten ein gutes Rennen und einen tollen Kampf. Bei einigen Rennen waren wir in Duelle mit den Red Bulls, Fernando Alonso, Felipe Massa und anderen verwickelt, da haben wir nie zurückgesteckt. Das waren die Highlights. Bezüglich der anderen Rennen, die nicht so gut liefen, muss ich nichts bereuen, denn es gab immer einen Grund, warum es nicht lief."

Frage: "Du hast Kanada erwähnt. Dort hast du einen großartigen fünften Startplatz geholt."
Liuzzi: "Montréal hätte für mich das beste Rennen des Jahres werden können. Wir haben starke Leistungen bei trockenen Bedingungen gezeigt. Wir gingen als Fünfte ins Rennen und hatten einen guten Speed. Leider machte Massa beim Start dieses unglückliche Manöver. Leider war ich da in etwas verwickelt, was ich nicht geschaffen hatte. Das hat eine tolle Chance zunichte gemacht, dass meine Saison anders verläuft. Ich bin mir sicher, ich wäre unter den Top-4 ins Ziel gekommen. Das war ein sehr enttäuschendes Wochenende, denn wir haben nicht das bekommen, was wir uns verdient hätten. Wir konnten zwar bei einigen Rennen starke Leistungen bringen, aber oft lief alles gegen uns. Aber ich sage es auch gerne nochmals, ich bereue nichts. Wir haben bewiesen, wenn das Auto bei 100 Prozent ist bin ich hundertprozentig da und bereit, eine gute Leistung zu bringen."

Fotoquelle: xpb.cc

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