Bernie Ecclestone und Frank Williams vertreten unterschiedliche Standpunkte

Formel 1 2010

— 23.11.2010

Williams kann sich auch 22 Rennen vorstellen

Frank Williams kann sich auch einen 21. und 22. Grand Prix vorstellen, für Bernie Ecclestone ist aber bei den 2011 erstmals geplanten 20 Rennwochenenden Schluss

Während fast alle Teams und auch Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone der Meinung sind, dass der Grand-Prix-Kalender 2011 mit 20 Stationen die Obergrenze erreicht hat, kann sich Frank Williams sogar eine weitere Expansion vorstellen. Der 68-Jährige findet, dass es durchaus noch ein bis zwei Rennen mehr verträgt.

"Wir sind nahe am Limit, aber noch nicht ganz dort", erklärt der an den Rollstuhl gefesselte Teamchef, der seit einigen Jahren nicht mehr zu allen Rennen reist und daher freimütig zugibt, dass er den Reisestress möglicherweise falsch einschätzt: "Das ist aber nur meine persönliche Meinung, denn ich fliege ja nicht zu allen Rennen - und selbst wenn, ist meine Hauptaufgabe nur, wie jetzt gerade mit euch zu sprechen oder mich bei Sponsoren zu zeigen."

Aber "eins, maximal zwei Rennen mehr" könne er sich durchaus vorstellen - allerdings "nur solche, die prestigeträchtig sind und dem Sport nutzen. Rennen wie in Abu Dhabi und in Russland bringen finanziell immens viel ein. Dann sollten wir dort auch fahren. 21 oder 22 würden auch noch gehen. Das ist aber meine Meinung, der alle anderen Teamchefs nicht zustimmen." Williams sieht zum Beispiel noch Katar, wo sein Team ein Technikzentrum errichtet hat, als interessant an.

Doch tatsächlich ist der Mittlere Osten inzwischen mit Bahrain und Abu Dhabi bestens versorgt, sodass kein akuter Bedarf nach einem Katar-Grand-Prix besteht. Außerdem scharren neue "schlafende Riesen" schon in den Startlöchern: In Indien wird 2011 erstmals gefahren, die USA stehen für 2012 und Russland für 2014 auf dem Programm. Ecclestone muss sich eher Gedanken machen, welche weiteren Rennen er noch streichen will.

Denn der 80-Jährige vertritt in puncto Rennkalender der Zukunft einen anderen Standpunkt als Williams: "Ich finde, 20 Rennen sind ungefähr das, was wir wollen", wird Ecclestone von der indischen Zeitung 'The National' zitiert. "Mehr als 20 zu fahren, müssten wir uns schon sehr gründlich überlegen - und vor allem auch, welche Rennen wir dann zu verlieren bereit wären. Manchmal braucht so etwas halt ein bisschen Zeit."

Fotoquelle: xpb.cc

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