Glock hat sich für die Zukunft hohe Ziele gesteckt, die nahe Zukunft heißt Virgin

Formel 1 2010

— 25.11.2010

Glock: "Will um die WM fahren"

Timo Glock war am Dienstag auf Heimatbesuch und sprach dabei über seine sportliche Zukunft und seinen Umzug in die Schweiz

Timo Glock wird auch 2011 in der Formel 1 für Virgin an den Start gehen. Das bestätigte der 28-Jährige zwar bereits im Sommer, doch Formel-1-Verträge sind bekanntlich oft nicht mal das Papier wert, auf dem sie abgedruckt sind. Der Odenwälder unterschrieb zu Beginn seines Engagements einen Dreijahresvertrag, aus dem er frühestens nach der kommenden Saison wieder aussteigen kann.

Gerüchte um einen Wechsel zu Renault bleiben somit ein Rauschen im Blätterwald, Glock wird sich noch ein weiteres Jahr im vermutlich unterlegenen Virgin-Boliden abquälen müssen. "Das ist zu 99,9 Prozent sicher", bestätigt der 28-Jährige gegenüber der 'FAZ' seinen Verbleib im Rennstall von Milliardär Richard Branson. Doch Glock hat seinen Traum, einmal für ein Top-Team anzutreten noch längst nicht aufgegeben.

"Wenn du die Möglichkeit hast, für Red Bull oder McLaren zu fahren, dann muss man darüber nachdenken. Sportlich würde das noch mal ganz neue Möglichkeiten eröffnen. Vielleicht könnte ich um die WM fahren. Das ist auf jeden Fall noch mein Ziel", meint der Virgin-Pilot. Spätestens der WM-Titel durch Sebastian Vettel beweist, dass der Motorsport in Deutschland auch nach der Ära Schumacher existiert.

"Ich gönne es Sebastian. Er hat in diesem Jahr einen tollen Job gemacht, vielleicht auch den einen oder anderen Fehler. Aber das hat jeder. Sein Erfolg war wichtig für die Formel 1, wichtig für Deutschland, wichtig für alle deutschen Automobilkonzerne. Das hat vielleicht den Boom jetzt ein wenig von Michael Schumacher weggezogen und öffnet die Tür für den jüngeren Nachwuchs", glaubt Glock.

Trubel um Glock - Flucht in die Schweiz

Dennoch entschied sich der Oldenwälder vor ein paar Monaten seine Heimat zu verlassen und in die Schweiz zu übersiedeln. "Ich habe immer betont, dass ich so lange wie möglich in Hessen leben möchte. Aber dann ging es einfach nicht mehr. Mir hat der persönliche Rückzugsort gefehlt", versucht Glock diese Entscheidung mit dem Trubel um seine Person zu begründen, steuerliche Vorteile ließ er unerwähnt.

Am Dienstag war er auf Einladung des hessischen Wirtschaftsministeriums im Congress Park in Hanau zu Gast. Beim "Internationalen Informations- und Kommunikationstechnologie-Kongresses iTEC10" sprach er über die Wichtigkeit der Datenanalyse in einem Formel-1-Team. Zudem trat er gegen einige jüngere Fans im Formel-1-Boliden auf der Spielkonsole an.

"Zu viele Lehrlinge am Auto gehabt"

Dabei konnte er größere Erfolgserlebnisse verbuchen als im abgelaufenen Rennjahr, wo ein 14. Platz als bestes Ergebnis zu Buche steht. Darauf angesprochen meint Glock schmunzelnd: "Wir haben im Winter vielleicht zu viele Lehrlinge am Auto gehabt. Wir haben drei oder vier Monate an Entwicklungszeit verloren, weil bei uns gewisse Basisdinge nicht funktioniert haben. Jeder Rennfahrer will gewinnen, aber man kann nicht erwarten, dass ein Team, das mit einem weißen Blatt Papier anfängt, gleich vorne reinfährt."

Fotoquelle: xpb.cc

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