Angriff 2011: Aldo Costa blickt nach der Niederlage nun wieder nach vorne

Formel 1 2010

— 25.11.2010

Der Abu-Dhabi-Schock: "Niemand sprach ein Wort"

Ferrari-Technikchef Aldo Costa über die schmerzhaften Minuten nach der Zieldurchfahrt in Abu Dhabi: "Wir neigen zu impulsiven Entscheidungen" - Alles für 2011

Über den Taktikfehler von Ferrari beim Saisonfinale in Abu Dhabi ist schon viel diskutiert und geschrieben worden. Die Italiener orientierten sich im Rennen zu sehr an Mark Webber, ließen dabei zunächst völlig außer acht, dass sich weitere Piloten zwischen den führenden Sebastian Vettel und Ferrari-Speerspitze Fernando Alonso schieben konnten.

"Wir wurden Opfer eines Teamspiels", sagt Ferrari-Technikchef Aldo Costa in der Zeitung 'La Repubblica'. Die Roten hatten davon profitieren wollen, dass Webber nach seinem Boxenstopp lange Zeit hinter Toro-Rosso-Pilot Jaime Alguersuari festhing. "Wir neigen zu impulsiven Entscheiungen und wir haben es in diesem Fall falsch gemacht", erklärt Costa.

Die Stimmung am Ende des Rennens war im Lager der Scuderia am Boden. "Minutenlang nahm niemand den Kopfhörer ab, alle saßen still da, niemand sagte ein Wort", beschreibt der Technikchef die Minuten der Ernüchterung. Mittlerweile ist dieser Frust einer neuen Aufbruchstimmung gewichen. "Wir müssen sicherstellen, dass wir die Fehler 2011 nicht noch einmal machen."

Schon kurz nach dem bitteren Saisonende für Ferrari waren in Italien Gerüchte aufgetaucht, wonach mindestens ein hochrangiger Teamverantwortlicher seinen Hut nehmen müsste. "Ich halte nichts davon", sagt Costa. "Ich bin eher für eine rationale Herangehensweise. Also: Fehler analysieren und dann sicherstellen, dass es sich nicht wiederholt."

"Die Verantwortung liegt nicht auf einer Schulter allein", erklärt der Italiener. "Wir haben die Meisterschaft nicht wegen des Strategiefehlers von Abu Dhabi verloren, sondern weil unser Auto nicht schnell genug war. Wir haben im Jahresverlauf aufholen können. Wir haben unsere Arbeitsmethoden geändert und diese Anpassungen dauerten ihre Zeit. Unser Windkanal war außerdem etwas in die Jahre gekommen. Aber das haben wir nun geändert und jetzt gehen wir in eine neue Ära."

Fotoquelle: xpb.cc

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