Jarno Trulli kann auch einer punktelosen Saison Positives abgewinnen

Formel 1 2010

— 25.11.2010

Trulli deutet Verbleib bei Lotus an

Fix ist es nach wie vor nicht, aber Jarno Trulli wird wohl bei Lotus bleiben - Zudem blickt der Italiener auf seine Saison zurück

Lotus-Teamchef Tony Fernandes hat bereits angekündigt, dass es 2011 höchstwahrscheinlich bei der Fahrerpaarung Jarno Trulli/Heikki Kovalainen bleiben wird. Eine fixe Zusage ist das freilich nicht, was aber auch daran liegt, dass sich beide Piloten noch nach Alternativen umsehen. Doch die guten Cockpits sind nahezu alle besetzt. Trulli stellt sich jedenfalls auf eine weitere Saison bei Lotus, oder wie das Team in Zukunft heißen wird, ein.

In einem Gespräch mit der 'BBC' machte der Italiener zumindest relativ eindeutige Andeutungen. "Ich werde in ein paar Tagen in die Fabrik schauen und Vorbereitungen am Chassis, Cockpit und Sitz für 2011 treffen", erklärt der 36-Jährige. Danach "geht es auf Urlaub mit meiner Familie. Da will ich einfach nur entspannen". Nach einer langen Saison müssen wieder Kräfte für das neue Jahr getankt werden.

Obwohl, Trulli war einer der Piloten, der die wenigsten Kilometer abgespult haben. Im Qualifying war der Italiener zwar am öftesten auf der Pole der Neueinsteiger, viele Rennen wurden allerdings vom Defektteufel vorzeitig beendet. Trotzdem fällt der Rückblick positiv aus. "Schlussendlich bin ich mit der Saison zufrieden, auch wenn es eine harte Zeit war", so der zweifache Vater.

"Es ist schwierig, ein Highlight herauszustreichen. In Brasilien hatten wir ein großartiges, fast reibungsloses Wochenende. Das Qualifying lief gut, leider hatte ich während des Rennens wieder einen Defekt, aber ich war bis dahin unglaublich schnell unterwegs. Zum Saisonende hin hab ich beim Setup etwas gefunden, das mich einen großen Schritt vorwärts gebracht habe", erzählt Trulli.

Motivationsschwierigkeiten hatte er trotz der bescheidenen Ergebnisse und einer Saison ohne Punkte nicht. "Man muss die Motivation haben, noch mehr zu geben, egal an welcher Stelle man am Ende der Runde liegt. Einige Resultate waren ziemlich schlecht im Vergleich dazu, was ich gewöhnt war. Trotzdem versuchte ich immer, das beste aus dem Auto und mir herauszuholen", meint der 36-Jährige.

Fotoquelle: xpb.cc

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