Alonso zählt nicht zu den Piloten, die Williams' Herz höher schlagen lassen

Formel 1 2010

— 02.12.2010

Frank Williams: Vettel, Hamilton und Kubica sind die Besten

Warum Fernando Alonso nicht zu Frank Williams' Favoriten zählt und wieso Mark Webber in der kommenden Saison zurückschlagen wird

Für viele Experten ist Fernando Alonso trotz Sebastian Vettels Weltmeistertitel der beste Fahrer der Formel 1. Der Spanier bestritt 2010 seine neunte Saison als Einsatzpilot und ist bereits zweifacher Weltmeister. Zudem hat er bewiesen, dass er auch in mittelmäßigen Autos Rennen gewinnen kann - neben seinem Talent ist er für seine Fähigkeit bekannt, ein Team mitzureißen und alles für den Erfolg zu tun - auch wenn er sich dabei teilweise an der Grenze bewegt.

Dennoch hat der Mann aus Oviedo auch Kritiker - darunter Teamboss Frank Williams. "Ich bin nicht wirklich ein Fan von Fernando", gibt der 68-Jährige gegenüber 'ESPNF1.com' zu. "Er sieht oft etwas mürrisch aus, nimmt einen nicht wahr und wirkt sehr unkommunikativ. Im Rennauto ist er brillant, doch er scheint mir zu wenig lebhaft zu sein. Vielleicht ist das seine Art, am Rennwochenende seine Arbeit zu machen."

Williams' derzeitige Lieblingsfahrer

Aus diesem Grund zählt Alonso für Williams nicht zur absoluten Weltspitze in der Formel 1. Für den "Rollstuhlgeneral" gibt es drei Fahrer, die über dem Ferrari-Piloten stehen: "Ich sage das nicht, weil er jetzt Weltmeister ist, doch ich habe immer schon sehr viel von Vettel gehalten. Ich glaube, dass er, Lewis Hamilton und vielleicht Robert Kubica im richtigen Auto alle überraschen würden."

Doch auch von Mark Webber hält der Brite viel. Der Australier zog zwar im WM-Endspurt gegen seinen Red-Bull-Teamkollegen Vettel klar den Kürzeren, doch Williams ist nicht der Meinung, dass der Zug für seinen ehemaligen Piloten damit abgefahren ist: "Man kann nicht sagen, dass Mark Webber seine große Chance verloren hat, Weltmeister zu werden. Vielleicht kommt er viel stärker zurück."

Schlägt Webber zurück?

Williams kennt Webber gut, weil dieser 2005 und 2006 für seinen Rennstall an den Start gegangen ist. Dennoch stand die Allianz unter keinem guten Stern, da der "Aussie" bei technischen Belangen mehr mitreden wollte. Stattdessen wies man ihn aber an, sich auf das Fahren zu konzentrieren. Webber hatte in dieser Zeit sogar Rücktrittsgedanken.

Doch eines hat Williams damals gelernt: Dass man den Mann aus Down Unter nie abschreiben sollte. "Vielleicht hatte er seine beste Chance", analysiert er Webbers WM-Hoffnungen. "Rennfahrer sind aber bemerkenswerte Individuen, die man nie unterschätzen sollte. Es hängt davon ab, wie konkurrenzfähig sein Auto nächstes Jahr sein wird."

Die Chancen stehen also gut: "Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass bei Red Bull mit Adrian Newey ein Genie am Werk ist, er hat diese Saison einen großen Unterschied gemacht." Daher ist laut Williams davon auszugehen, dass Vettel und Webber auch in der kommenden Saison ganz vorne mitfahren werden.

Fotoquelle: xpb.cc

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