Der Spanier Pedro de la Rosa hat ein schwieriges Comeback bei Sauber erlebt

Formel 1 2010

— 03.12.2010

De la Rosa: "Ferrari war nicht gut genug"

Pedro de la Rosa kämpft weiter um ein Cockpit für die kommende Saison - An der Spitze hält er Lewis Hamilton und Fernando Alonso für etwas Besonderes

Nach vielen Jahren als McLaren-Testfahrer hat Pedro de la Rosa ein abwechslungsreiches Jahr 2010 erlebt. Der 39-Jährige unterschrieb einen Fahrervertrag für Sauber, wurde nach dem Italien Grand Prix aber gegen Nick Heidfeld ausgetauscht. Anschließend übernahm er den Job als Testfahrer für Pirelli. Im nächsten Jahr will er wieder ein Renncockpit haben, aber bei HRT müsste er Geld mitbringen. Als Spanier steht de la Rosa im Schatten von Fernando Alonso, der nur knapp den WM-Titel verpasst hat.

Die Begeisterung über das Ferrari-Jahr und die Enttäuschung in Abu Dhabi hat de la Rosa auf der iberischen Halbinsel hautnah miterlebt. "Es ist ein Teamsport und wird niemals wie Tennis sein. In einem großen Team arbeiten 600 Leute, der Fahrer ist dabei nur der Stürmer, wie in einer Fußballmannschaft. Er trifft oder eben nicht, aber man muss immer ein Team im Rücken haben. Man kann nicht verlangen, dass der beste Fahrer immer gewinnt, denn das setzt das beste Team voraus", wird der ehemalige Sauber-Pilot in der 'Marca' zitiert.

"Ich glaube, kann aber auch falsch liegen, dass es zwei spezielle Fahrer da draußen gibt. Fernando und Hamilton. Für mich sind das die einzigen beiden Piloten, die etwas Besonderes haben. So wie Nadal und Federer im Tennis", schätzt de la Rosa. "Ich sage derzeit, denn die Dinge können sich schnell ändern. Es kann sich in der nächsten Saison schon ändern. Es ist nicht immer so, schau nur auf Schumacher. Sie sind die beiden besten und speziellsten Fahrer. In diesem Jahr war Alonso besser als Hamilton."

De la Rosa will die WM-Niederlage von Ferrari nicht auf den Strategiefehler in Abu Dhabi zurückführen, denn die Saison ist über 19 Rennen gegangen. "Red Bull hat auch oft versagt, nicht nur strategisch, sondern auch mechanisch, bei der Zuverlässigkeit. In der Türkei sind die beiden Fahrer kollidiert. Ferrari hat die WM verloren, weil sie über die Saison gesehen nicht konkurrenzfähig genug waren."

"Dann kam der Fehler im letzten Rennen hinzu, aber das ist nebensächlich, denn jeder macht Fehler. Das Auto war nicht gut genug, um Fernando den Titel zu bescheren. Alonso kann keine Wunder vollbringen. Man kann das ein oder zweimal machen, aber man kann nicht an jedem Wochenende ein Wunder vollbringen. Das ist die Realität, das Auto war nicht schnell genug."

Die Zukunft von de la Rosa ist total offen. Bei HRT müsste er Geld mitbringen, das er nicht hat. Pirelli wird in der kommenden Saison weiter ein eigenes Testprogramm durchziehen. Das wäre eine Möglichkeit, aber der Spanier will wieder ein Renncockpit. Die Plätze sind rar, aber laut der FIA-Nennliste sind zehn Cockpits noch offen. "Die meisten sind besprochen, fast alle", ist de la Rosa Realist. "Speziell für Fahrer mit einem Sponsor. Das ist mein Handicap, denn ich habe keinen Sponsor. Wenn ich am Ende nur Ersatzfahrer bin, dann soll es so sein, aber ich werde alles versuchen."

Platz sieben in Ungarn war das beste Resultat in der abgelaufenen Saison. "Ich bin mit dem Jahr aber zufrieden. In den 14 Rennen habe ich den Rost abgeschüttelt. Es ist nicht einfach, wenn man lange nicht fährt, und dann mit meinen Zuverlässigkeitsproblemen ins Q3 kommen und Punkte holen soll. Ich muss mit diesem Schwung weitermachen und heiß auf das nächste Jahr sein."

Fotoquelle: xpb.cc

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