Weltmeister Sebastian Vettel genießt im Dezember noch seine Ruhe

Formel 1 2010

— 06.12.2010

Vettel: "Im Winter versuche ich mich zu verbessern"

Weltmeister Sebastian Vettel denkt bereits an die neue Saison und die Mission Titelverteidigung - Ab Januar laufen die Vorbereitungen voll an

Vor drei Wochen hat Sebastian Vettel den Weltmeistertitel gewonnen und eine Begeisterungswelle ausgelöst. Der Heppenheimer flog von einer Party zur nächsten, nahm an Ehrungen teil, gewann den Nationencup beim Race of Champions und absolvierte die ersten Testfahrten mit Pirelli-Reifen. Mittlerweile ist es etwas ruhiger geworden, aber die Vorbereitungen auf 2011 laufen. Die Titelverteidigung ist das klare Ziel von Vettel und Red Bull. Als Weltmeister fühlen sich die Wintermonate anders an, als in anderen Jahren.

Bei dem neuen Star aus Deutschland ist die Motivation und der Erfolgshunger ungebrochen. "Der Winter ist die Zeit, in der ich versuche, mich zu verbessern. Während der Saison, wenn wir viel in verschiedenen Zeitzonen unterwegs sind, kommen wir selten dazu. Man lernt als Sportler, auf seinen Körper zu hören. Da muss man sich auch Pausen gönnen, um monatelang den Level zu halten", wird Vettel vom 'Hamburger Abendblatt' zitiert.

"Jetzt, nach der Saison, hat man normalerweise zwei, drei Wochen für sich - in meinem Fall natürlich gerade nicht -, in denen man es sich leisten kann, mal gar nichts zu machen. Ende Dezember geht es dann wieder los. Der Januar ist der Monat, in dem man sich vorbereiten muss. Im Februar beginnen dann wieder die Tests auf der Strecke, da muss ich wieder in den Rhythmus kommen."

Hat Vettel jetzt mit etwas Abstand voll und ganz realisiert, was er erreicht hat? "Ja. Mittlerweile hatte ich ja ein paar Tage Ruhe und Zeit für mich selbst. Die ersten zwei Wochen waren sehr anstrengend, aber auch aufregend. Ich genieße das natürlich. Aber wenn dann mal wieder der normale Alltag zurückkehrt, alles etwas ruhiger wird, erwischt man sich, dass man auf der Bettkante sitzt und anfängt zu grinsen. Ja, das ist schon etwas Besonderes."

Red Bull hat die Aufgabe, das schnellste Auto noch besser zu machen. Mit KERS, das die Bullen noch nie verwendet haben, einem verstellbaren Heckflügel und dem Verbot des Doppeldiffusors gibt es einige Aufgaben zu bewältigen. "Im Moment schaut es so aus, dass unser Auto rechtzeitig fertig wird."

"Das Team hat schon im Juli am nächsten Auto gearbeitet, ich als Fahrer natürlich weniger, weil ich noch um den Titel fuhr. Die Schwächen, die uns während der vergangenen Saison aufgefallen sind, versuchen wir auszusortieren", so Vettel. "Die ersten Testfahrten sind für Anfang Februar in Valencia geplant. Dann werden wir bis zum ersten Rennen jede Woche ein, zwei Tage testen."

Spannend sind immer die ersten Runden in einem neuen Boliden. Fahrer erkennen in der Regel sofort, ob den Ingenieuren ein guter Wurf gelungen ist. "In der Regel ist das Gefühl sofort da. Ich merke: Passt mir das Auto, fühlt es sich schnell an? Und wenn das stimmt, muss man natürlich abwarten: Sind wir gut genug im Vergleich mit den anderen? Die Vergleiche bei gemeinsamen Testfahrten sagen natürlich nicht alles, weil man nicht weiß, wer mit wieviel Benzin unterwegs war."

Als Weltmeister hat Vettel die Spitze des Sports errungen. Das ist ihm mit 23 gelungen. Wie motiviert er sich für neue Aufgaben und setzt sich neue Ziele? "Die Grundvoraussetzung ist, dass ich Spaß am Rennfahren habe. Nur so kann ich das Letzte aus dem Auto herauskitzeln. Als Sportler, und ich sehe mich als Sportler, schaut man immer nach vorne. Wenn ich jetzt zurückblicke, macht es mich stolz, weil ich erreicht habe, was ich mir immer erträumte."

"Aber die nächste Saison hat bereits begonnen. Wir haben ja schon direkt im Anschluss an das letzte Rennen getestet. Bei all dem Austausch, der derzeit zwischen mir und dem Team erfolgt, geht es zu 99 Prozent um das nächste Jahr. Das wichtigste ist, dass man sich nicht verändert. Ich kann nicht sagen, okay, alles hat geklappt, ich mache so weiter wie bisher. Sondern ich will neugierig bleiben, mehr wissen, fitter werden, mich weiterentwickeln. Wenn man stehen bleibt, haben die anderen schnell aufgeholt."

Fotoquelle: xpb.cc

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