Sebastian Vettel lässt sich gerne von anderen Sportarten inspirieren

Formel 1 2010

— 08.12.2010

Vettel: "Fernstudium" bei Federer, Nadal und Woods

Was Vettel mitnimmt, wenn er Sportübertragungen im TV verfolgt, wie er die kommende Saison in Angriff nimmt und was er Schumi zutraut

Nach der Saison ist vor der Saison. Diese Erfahrung macht derzeit Weltmeister Sebastian Vettel. Der Heppenheimer kam nach dem spannenden Titel-Showdown in Abu Dhabi und nach den ausgiebigen Siegesfeiern nur kurz zur Ruhe, doch inzwischen blickt die Formel 1 bereits in Richtung 2011. Eine Saison, in der Vettel in der Formel 1 erstmals der ist, den es zu schlagen gilt.

Wie er mit der Rolle umgeht, plötzlich der Gejagte zu sein? "Es ist das erste Mal, dass ich in dieser Situation bin, in der ich ja immer sein wollte", meint Vettel gegenüber der 'Welt'. "Ich kann nicht einfach so weitermachen wie in der vergangenen Saison. Wichtig ist, dass ich nicht aufhöre, an mir zu arbeiten und danach suche, was mich stärker und schneller machen kann."

Vettel analysiert andere Sportgrößen

Während der Rennstall derzeit versucht, ihm für 2011 das bestmögliche Auto hinzustellen, ist Vettel der Meinung, dass auch er Fortschritte machen muss - auch wenn er jetzt Weltmeister ist: "Die Formel 1 ist nicht nur eine Materialschlacht, in der jeder versucht, noch schnellere Autos zu bauen. Es gibt auch noch Dinge, die ich als Sportler besser machen kann und muss. Und das habe ich vor."

Dabei lässt sich der 23-Jährige nicht nur von Rennfahrern inspirieren, sondern blickt auch über den Tellerrand, verfolgt die Herangehensweise anderer Sportler und spricht mit ihnen über Trainingsmethoden. Diesbezüglich eignet sich die "Red-Bull-Familie" perfekt, um mit anderen Topathleten in Kontakt zu kommen. Im Vorjahr schaute sich Vettel einige Übungen von der von Red Bull gesponserten US-amerikanischen Skifahrerin Lindsey Vonn ab.

Doch es gibt auch andere Sportler, die Vettel imponieren. Er vermutet: "Es muss einen Grund dafür geben, warum zu jeder Zeit immer ein oder vielleicht zwei Sportler, zum Beispiel Roger Federer und Rafael Nadal im Tennis, oder Tiger Woods zu seinen großen Zeiten im Golf, fast immer gewinnen und die anderen eben nicht. Davon kann man viel lernen."

Vettel rechnet 2011 mit Schumacher

Daher wird eine Sportübertragung im Fernsehen bei Vettel schnell zum Fernstudium: "Ich schaue gerne Sport im Fernsehen, auch Olympische Spiele oder was auch immer gerade kommt. Weil es mich berührt, aber auch, weil ich etwas lernen kann und lernen will." Apropos - in seiner Jugend verfolgte Vettel die Rennen seines damaligen Idols Michael Schumacher. Jetzt ist er sein Konkurrent. Wird es nach der verpatzten Comebacksaison des Rekordweltmeisters 2011 endlich zum von vielen herbeigesehnten Generationenduell kommen?

Der Red-Bull-Pilot rechnet "auf jeden Fall" mit Schumacher: "Michael hat oft genug gezeigt, dass er immer noch in der Lage ist, schnell Auto zu fahren, auch wenn er nicht mehr der Jüngste ist. Dieses Jahr war schwierig für ihn, das Auto anscheinend nicht so gut, auch wenn es von außen schwierig zu beurteilen ist, wenn man nicht die ganze Geschichte kennt. Michael weiß, was er machen muss, um wieder vorn mitzufahren."

Fotoquelle: xpb.cc

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