Die Schulterverletzung hat Mark Webber nicht im Formel-1-Auto behindert

Formel 1 2010

— 08.12.2010

Webber: Schulter war kein Problem

Die Schulterverletzung hat Mark Webber in keinster Weise im Auto beeinflusst - Der Australier nimmt Stellung zu den Geschehnissen rund um ihn

Die Schulterverletzung von Mark Webber hat in den letzten Tagen fr einigen Aufruhr gesorgt. Der Red-Bull-Pilot hatte sich vor dem Japan-Rennen bei einem Fahrradunfall einen kleinen Bruch in der Schulter zugezogen. Er verheimlichte es seinem Team und enthllte die Verletzung erst in seinem neuen Buch, in dem er ber die abgelaufene Saison berichtet. Es wurde sogar spekuliert, dass die Zukunft des Australiers bei Red Bull in Gefahr sein knnte.

Nun hat der WM-Dritte Stellung dazu genommen. "Eine kleine Information kann gefhrlich sein! Ich bin beim Training mit dem Mountainbike zwischen den Rennen in Singapur und Japan gestrzt. Ein Rntgen hat dann einen kleinen Bruch in meiner rechten Schulter ergeben. Ich war zuversichtlich, dass es nicht meine Leistung im Auto beeinflussen wird. Deshalb habe ich niemandem davon erzhlt."

"Die Schulter hat mir keine Probleme bereitet. Es gab also keinen Grund, es irgendjemandem zu erzhlen. Htte ich damit im Auto Probleme gehabt, dann htte ich es natrlich dem Team erzhlt. Das war aber nicht der Fall. Ich habe keinen Grand Prix auslassen mssen. Aber wenn ich das Auto nicht sicher und am Limit htte bewegen knnen, dann htte ich das Team informiert."

Trotzdem schreibt Webber in seinem Buch, dass er Cortison-Spritzen bekommen hat. Warum war das ntig, wenn die Schulter keine Probleme bereitete? "Das war eine reine Vorsichtsmanahme. Zum ersten Mal htte ich mehr als 50 Runden abgespult. Auerdem fand noch das Qualifying am Vormittag statt. Ich habe also auf den besten medizinischen Rat fr einen Renntag gehrt."

Der Radunfall ist Anfang Oktober passiert und hatte keinerlei Auswirkungen im Rennauto. Wie ist der Zustand der Schulter derzeit? "Viele Leute wissen, dass Schulterverletzungen sehr komplex sein knnen. Ich hatte aber Glck, dass es nicht meine Hauptarbeit beeintrchtigt hat. Das war das Wichtigste fr mich", so Webber. Eine Operation wird es nicht geben. "Nein, ich hatte keine. Einige Leute haben mich gefragt, warum ich nicht an den Reifentests in Abu Dhabi teilgenommen habe. Es hatte aber nichts damit zu tun. Ich war nie fr diesen Test eingeteilt."

In seinem Buch "Up Front - A Season to remember" beschreibt Webber wie fr ihn das Jahr gelaufen ist. "Ich wollte den Lesern in Australien einen Einblick in einen Sport geben, den sie schwierig verfolgen knnen. Ich habe mich nicht nach dem Saisonfinale hingesetzt und mit der Weisheitsbrille entschieden, was hineinkommt. Wir haben es nach jedem Rennen geschrieben. Die Verletzung ist mir passiert, sie war Teil meiner Reise, also steht es auch geschrieben."

Fotoquelle: xpb.cc

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