Red-Bull-Teamchef Christian Horner: Endlich Frieden zwischen den Piloten

Formel 1 2010

— 10.12.2010

Horner: "Fahrer haben wirklich reinen Tisch gemacht"

Warum sich Christian Horners Piloten nun wieder verstehen und wieso der Teamchef glaubt, dass Sebastian Vettel 2011 noch stärker sein wird

Der Anblick sagte alles: Christian Horner sitzt am Kommandostand, seine Füße wippen nervös im Takt - der Blick ist starr auf den Monitor am Kommandostand gerichtet. Der zeigt das Duell zwischen den Red-Bull-Piloten in Istanbul - wenig später kommt es zur folgenschweren Kollision. Die Red-Bull-Führung war 2010 oft damit überfordert, Sebastian Vettel und Mark Webber unter Kontrolle zu halten. Kein Wunder, zumal man das erste Mal in der Teamgeschichte mit beiden Fahrern um den WM-Titel kämpfte.

"Es ist unvermeidbar, dass man in Situationen kommt, in denen man etwas lernen kann", sieht Christian Horner den schwierigen Balanceakt der Saison 2010 gegenüber 'Crash.net' im Nachhinein positiv. "Wenn man zwei schnelle Fahrer hat, die sich nichts schenken und an das absolute Limit gehen, dann ist es unvermeidbar, dass es zwischen ihnen etwas Reibung gibt."

Vettel hat großen Anteil an zurückgekehrter Harmonie

Routinier Webber klagte bis zuletzt, dass er sich vom Team gegenüber Vettel, dem bei Red Bull die Zukunft gehört, benachteiligt fühlt - dennoch widerspricht Horner: "Sie wissen beide, dass wir uns absolut Mühe gegeben haben, sie während der gesamten Saison nach bestem Wissen gleich zu behandeln. Sie hatten die gleiche Chance und am Ende hat entschieden, was sie auf der Strecke daraus gemacht haben. Sie haben sich gegenseitig gepusht und das Beste aus sich herausgeholt."

Laut dem erst 37-jährigen Teamchef sind die Spannungen zwischen seinen Piloten ohnehin Geschichte. Einen großen Anteil daran hat Weltmeister Vettel: "Trotz der Euphorie, gerade die WM gewonnen zu haben, nahm sich Sebastian die Zeit, sich nach Abu Dhabi mit Mark zusammenzusetzen und ich habe den Eindruck, dass sie wirklich reinen Tisch gemacht haben. Das ist sehr positiv. Sie haben als Konkurrenten Respekt voreinander und sind eine starke Paarung - so soll es sein."

Warum Vettel noch besser wird

Doch auch Horner würde es nicht wundern, wenn der 23-Jährige in Zukunft als Weltmeister noch stärker fährt als bisher: "Ich glaube, wir werden einen noch bessere Sebastian sehen. Er ist so jung, er hat so viel erreicht und er hat so viele Rekorde gebrochen - er ist der jüngste Sieger, der jüngste Punktesammler, der jüngste Pole-Setter und jetzt auch noch der jüngste Weltmeister. Ich glaube, dass ihm jetzt ein Stein vom Herzen fällt - der Druck wird etwas geringer, da er jetzt sein größtes Ziel erreicht hat. Er wird sich weiter verbessern und sich als Fahrer weiterentwickeln - er wird stärker und stärker."

Doch auch Webber traut er es nach wie vor zu, endlich seinen Traum vom WM-Titel zu verwirklichen: "Bei machen Rennen war er unschlagbar. In der Form, in der sich Mark befindet, gibt es keinen Grund, warum er nicht auch im nächsten Jahr ein wirklicher Kandidat für die Weltmeisterschaft ist. Natürlich gibt es Lektionen, die er dieses Jahr gelernt hat, doch ich denke, dass er nächstes Jahr sogar noch stärker sein wird."

Fotoquelle: xpb.cc

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