Bahar will die Marke Lotus im Umfeld von Formel 1, IndyCar und Co. sehen

Formel 1 2010

— 13.12.2010

Was die Lotus-Gruppe in die Formel 1 treibt

Warum Dany Bahar die Lotus-Gruppe in die Formel 1 bringt: "Eigentlich wollten wir gar nicht" - Als "britisches Porsche" die gesamte Bandbreite präsentieren

Die Winterpause der Formel 1 hat zurzeit ein großes Thema. Nach derzeitigem Stand wird es im kommenden Jahr gleich vier Lotus-Autos geben - zwei vom bisherigen Lotus-Team von Tony Fernandes und zwei von der Lotus-Gruppe, die sich 50 Prozent des Renault-Teams sicherte. Der Streit um die Namensrechte wird womöglich in Zukunft die britischen Gerichte beschäftigen. Beide Seiten erheben Ansprüche auf den legendären Titel "Team Lotus".

Eine Entscheidung der Richter könnte bis August auf sich warten lassen. Im Sinne der nötigen Unterscheidbarkeit und der Profilschärfung der beiden Rennställe wird man wahrscheinlich jedoch schon vorher zu einer Lösung kommen. Der aktuelle Trend geht dahin, dass die Lotus-Gruppe als "Lotus-Renault" starten wird und Fernandes seine Mannschaft in "Team 1Malaysia" umbenennt. Bei der Diskussion um die künftige Farbgebung der Boliden hat der Malaysier bereits nachgegeben.

"Urpsrünglich wollten wir gar nicht in die Formel 1", sagt Dany Bahar im Gespräch mit 'Autosport'. Der Geschäftsführer der Lotus-Gruppe erklärt: "Es ging zuerst nur um Technologieaustausch, um Synergien und Effizienz im Wettbewerb der großen Sportwagenhersteller. Schließlich ist die Formel 1 dabei herausgekommen. Unser ursprüngliches Ziel war die Königsklasse jedenfalls nicht." Erst die Möglichkeit, sich die Teilhaberschaft am Renault-Team zu sichern, war zu verlockend.

Die Lotus-Gruppe will die Formel 1 als Bühne zur Präsentation ihrer neuen Sportwagen nutzen, tut dies ebenso in Zukunft unter anderem in der IndyCar-Serie, in der GP2 und in Le Mans. "Man muss sich nur Aston Martin, Maserati, Ferrari und Porsche anschauen", erklärt Bahar. "Es gibt nicht einen einzigen großen Sportwagenhersteller, der nicht im Motorsport aktiv ist. Es ist ein logisches Element für das Marketing, aber auch ein wichtiger Faktor bezüglich Synergien. Formel 1 ist im Motorsport die Spitze."

Der junge Schweizer werht sich gegen Aussagen, er wolle Lotus als das "britische Ferrari" etablieren. "Ich sehe uns eher als 'britisches Porsche'. Ferrari, Aston Martin und Co. decken nicht die gesamte Bandbreite von Sportwagen ab. Porsche tut dies allerdings schon. Die haben alles, vom Einsteigermodell bis zum Topprodukt. Die Marke Porsche kann man mit unserer Marke vergleichen, allerdings die Größe des Unternehmens nicht."

Mit dem bisherigen Renault-Team findet die Lotus-Gruppe einen perfekten Einstieg. Die Franzosen bieten mit gewachsenen Strukturen und viel Erfahrung viel größere Erfolgschancen als es bei einem brandneuen Team jemals der Fall sein könnte. "Die haben schon immer mit begrenztem Budget tolle Resultate geholt. So agieren wir als Unternehmen auch. Wir haben nicht zig Milliarden, die wir investieren könnten. Aber wir haben ambitionierte Pläne. Wir müssen also vorsichtig mit Geld umgehen."

"Unsere Ziele sind klar: Wir wollen um Siege mitfahren. Auf jeden Fall wollen wir mindestens so gut abschneiden wie das Team es 2010 geschafft hat", sagt Bahar selbstbewusst. "Ob wir nun als Team Lotus antreten oder nicht, spielt keine große Rolle. Wir wollen uns gar nicht mit diesem Traditionsrennstall vergleichen. Wir bringen ein 'Lotus Cars Team' und verwenden die schwarz-goldenen Farben. So werden wir nicht nur in der Formel 1 auftreten."

Fotoquelle: Lotus

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